Dormagen: 26 Mannschaften radeln für Dormagen

Dormagen : 26 Mannschaften radeln für Dormagen

Am 1. Juni ist der Startschuss für die Aktion Stadtradeln: 26 Teams fahren drei Wochen lang möglichst viele Kilometer für ihre Stadt. Der Wettbewerb beginnt am "Dormagener Fahrradtag", an dem es viele Angebote rund ums Rad gibt.

Immer mehr Dormagener fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit — so nimmt es Manfred Zingsheim vom Umweltteam der Stadt wahr. Jeden Morgen fährt er mit dem Rad durch den Tannenbusch zur Arbeit und begegnet dabei immer mehr Menschen, die genau wie er mit dem Rad zum Arbeitsplatz fahren. Damit ihre Zahl weiter steigt, nimmt Dormagen erstmals an der Aktion "Stadtradeln" teil.

Manfred Zingsheim (oben l.) und Peter Tümmers von der Stadt rufen zum Mitmachen am "Stadtradeln" auf. Bei Ausflüglern ist besonders das Fahrradfahren in Zons (unten) beliebt. Foto: Stadt / Jazyk (Archiv)

Ab 1. Juni fahren Freiwillige drei Wochen lang möglichst viel Fahrrad und tragen ihre Werte im Internet in eine Datenbank ein. Nach drei Wochen steht dann fest, wie sich Dormagen im bundesweiten Wettbewerb geschlagen hat. "Wir freuen uns über jeden, der mitmacht", sagt Zingsheim.

Über zu wenig Interesse kann sich Zingsheim nicht beschweren: Alleine gestern kamen vier neue Teams hinzu — 26 treten nach derzeitigem Stand am 1. Juni an. Mit dabei ist der TSV Bayer Dormagen ebenso wie der FC Straberg und die Evangelische Kirche Norf-Nievenheim. Grundsätzlich kann jeder mitmachen, der in Dormagen wohnt oder in der Stadt seinen Arbeitsplatz hat. Auch die Stadt Dormagen ist mit vier Mannschaften im Wettbewerb vertreten. Während die Vereine und Privatpersonen bisher sehr engagiert seien, lässt die Politik noch auf sich warten, so Zingsheim. "Aber es ist ja auch noch ein bisschen Zeit."

Zwei Dormagener sind beim Umstieg auf das Rad besonders konsequent und setzen am 1. Juni ein Zeichen. Thomas Vatheuer, stellvertretender Schulleiter des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums, und Rentner Manfred Jansen übergeben dann in der Öffentlichkeit ihre Autoschlüssel als Zeichen dafür, drei Wochen lang nur mit dem Rad unterwegs zu sein. Beide tragen dazu bei, dass Dormagen am Ende der Aktion Stadtradeln viele Kilometer und eingespartes CO2 auf dem Konto hat. Ein bestimmtes Ziel hat die Stadt für den Wettbewerb bisher nicht ausgegeben. Man will den ersten Wettbewerb dieser Art auf sich zukommen lassen. Zumindest die Konkurrenz in der Region ist nicht besonders groß: Bergheim, Krefeld und Bonn sind die nächstgelegenen Städte, die sich beteiligen.

Verbunden mit dem Startschuss für das Stadtradeln ist auch der "Dormagener Fahrradtag", den die Stadt gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Dormagen am Samstag, 1. Juni, auf dem Rathausvorplatz veranstaltet. Besucher haben von 10 bis 16 Uhr die Möglichkeit, bei einem Flohmarkt günstig Zubehör oder ein Zweirad zu kaufen oder zu verkaufen. Auch wer spontan etwas verkaufen möchte, hat die Chance mitzumachen: Eine Anmeldung für den Trödel ist nicht erforderlich.

Wen kleinere Mängel am Radfahren hindern, kann sich von der Schule am Chorbusch helfen lassen. Schüler, die für die Fahrradwerkstatt aktiv sind, beheben geringe Defekte gleich vor Ort. Auch bieten sie kostenfreie Licht- und Bremsenchecks an. Auch Peter Tümmers, Fahrradbeauftragter der Stadt, steht beim Fahrradtag als Ansprechpartner bereit. Er verteilt kostenlose Fahrradstadtpläne und nimmt Anregungen und Kritik zum Fahrradfahren in Dormagen entgegen. Auch der Niederrheinische Radwandertag am 7. Juli wird ein Thema sein.

(NGZ/rl)
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