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Dormagen: 25 Jahre Mundartarchiv: Von Beikircher bis Gilges

Dormagen : 25 Jahre Mundartarchiv: Von Beikircher bis Gilges

Wenn das Mundartarchiv des Rhein-Kreises 25 Jahre feiert, dann gibt es keinen besseren Gratulanten als Konrad Beikircher. Der zelebriert nicht nur rheinische Mundart samt ihrer Stärken und Schwächen, sondern interessiert sich auf für die Arbeit, die Archivleiter Achim Thyssen leistet.

Samstagabend kam Beikircher dem Archiv besonders nah: Er war der Star-Gast beim Sommerfest zum 25-jährigen Bestehen des Internationalen Mundartarchivs Ludwig Soumagne und zelebrierte mit Band sein Rheinlied-Programm im neuen Schlosspark zu Friedestrom — vor erfreulich gut besuchtem Haus.

Denn das Vorprogramm war vom Wetter schwer gebeutelt worden: Aufgrund des Regens mussten die geladenen Mundart-Künstler in der Nordhalle auftreten. "Wir wollten um 15 Uhr beginnen und noch etwas Laufpublikum anlocken", erklärte Achim Thyssen. "Bei schönem Wetter hätten sicher 50 bis 60 Leute draußen zugehört." So blieben nur eingefleischte Mundartfreunde während der Vorträge in der Nordhalle. "Schade, denn die Künstler sind gut", so Thyssen.

Die meisten kennt man als Mitglieder des Vereins zur Pflege und Förderung der Mundart im Rhein-Kreis —etwa den Neusser Mundartdichter Heinz Gilges und die Neusser Autorinnen Helga Peppekus und Katharina Hall, die launige Szenen spielten. Hotte Jungbluth aus Mönchengladbach unterhielt mit Jazzmelodien auf seiner Gitarre, zu denen er Texte auf Platt sang. Natürlich durften auch amüsante Dialoge von Ludwig Soumagne nicht fehlen. Die Zuhörer wurden bestens unterhalten — auch wenn der ein oder andere nicht jedes Wort verstand.

(NGZ)