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Dormagen: 2012 war das Dormagener Baby-Boom-Jahr

Dormagen : 2012 war das Dormagener Baby-Boom-Jahr

Auf der Neugeborenenstation des Kreiskrankenhauses erblickten im vergangenen Jahr 587 Kinder das Licht der Welt. Viele Eltern kommen aus dem Kölner Norden.

Bundesweit werden immer weniger Kinder geboren. In Dormagen wandelt sich dieser Trend. Zumindest, wenn man die Gesamtzahl der Geburten im Kreiskrankenhaus Dormagen betrachtet. Im vergangenen Jahr erblickten hier 587 Kinder das Licht der Welt — so viele wie in den vergangenen vier Jahren nicht. Eine Erklärung für den Kindersegen liefert Chefarzt Dr. Karl-Günter Noé: "Seit dem Umbau der Neugeborenenstation vor zweieinhalb Jahren haben die Geburten stark zugenommen."

Angestiegen sei vor allem die Zahl der Eltern von auswärts, die ihr Kind in Hackenbroich zur Welt bringen. "Nur 60 Prozent der Eltern kommen aus Dormagen, der Rest kommt aus dem Rhein-Erft-Kreis", weiß Noé. Vor allem Bewohner aus dem Kölner Norden vertrauten auf die modern ausgestatteten Räumlichkeiten in Hackenbroich. Noé: "Somit gehören wir zu den attraktivsten Geburtsstationen im Großraum Köln."

Alle drei Kreissäle im Krankenhaus boomen, dem 15-köpfigen Ärzteteam ist es gelungen, die Zahl der Geburten von 489 in 2009 auf 587 (in 2012) kontinuierlich zu steigern. "Im Grunde genommen könnten wir auch 1000 Geburten pro Jahr stemmen", sagt Chefarzt Karl-Günter Noé. Werte, die angesichts der rückläufigen Geburtenrate auf Bundes- und Landesebene überraschen. Erreichte Nordrhein-Westfalen doch erst kürzlich seinen historischen Negativ-Spitzenrekord: Mit 143 097 Neugeborenen fiel die Geburtenzahl in 2011 so niedrig aus wie noch nie.

Grund zur Freude bietet deshalb ein Blick in die Statistik des Standesamtes. Danach stieg die Zahl der Kinder, die in Dormagen angemeldet wurden, von 527 (2011) auf 593 (2012). Im Vergleich zu den Jahren 2008 bis 2010, wo die Zahl unter die 500er-Marke gesunken war, ein deutlicher Anstieg.

Erneut voll im Trend lagen die Dormagener bei der Namenswahl: Marie war auch in diesem Jahr wieder der beliebteste weibliche Vorname. 13 Mal ließen Eltern ihn bei der Stadt eintragen. Den zweiten Platz belegte Sophie (zehn Mal) vor Emilia (acht Mal). Bei den Jungen sicherte sich Luca (17 Mal) die Spitzenposition vor Ben (zehn Mal) und Jan (neun Mal).

(NGZ/top/url)