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Dormagen: 200 neue Eigenheime für Dormagen

Dormagen : 200 neue Eigenheime für Dormagen

Die Stadt trägt der hohen Nachfrage nach Wohnraum Rechnung und will zudem vom Siedlungsdruck in den Ballungsräumen Köln und Düsseldorf profitieren. Ein Beispiel ist das Baugebiet "Nievenheim IV".

In ihrem Bemühen, die starke Nachfrage nach Wohnraum zu befriedigen, fährt die Stadt zweigleisig: Zum einen weist sie in Nievenheim ein weiteres, großes Baugebiet aus, zum anderen setzt sie auf die Innenverdichtung in Ortsteilen. Der Planungs- und Umweltausschuss brachte gestern zwei neue Bebauungspläne auf den Weg und schob das Großvorhaben in Nievenheim in Richtung Satzungsbeschluss.

An der Pestalozzistraße in Delrath will der Bocholter Investor Doppelhaushälften errichten. Foto: Ten Brinke

Viele Dormagener fragen bei der Stadt nach, weil sie Eigentum erwerben und sich ihren Traum vom Eigenheim im Grünen verwirklichen wollen. Das Angebot kann die Nachfrage nicht decken. Hinzu kommt, dass es die erklärte Absicht von Politik und Verwaltung ist, vom "Abschöpfeffekt" zu profitieren. Das heißt, Menschen, die in den Boom-Regionen Köln und Düsseldorf keinen (preiswerten) Wohnraum finden, sollen hier eine neue Heimat finden.

Der Dormagener Norden steht für eine aktive Wohnungsbaupolitik. Aktuelles Stichwort ist "Nievenheim IV". Dahinter verbirgt sich eine rund 5,7 Hektar große Fläche – so groß wie acht Fußballfelder – auf der rund 160 Wohneinheiten entstehen sollen. Eine Mischung aus freistehenden Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern. Den Ausschussmitgliedern lagen gestern drei Varianten des Baugebietes vor. Sie entschieden sich für diejenige, die weniger Verkehrsflächen und mehr verwertbare Bauflächen vorsieht. "Die wirtschaftlichere Lösung", sagte Stadtplaner Gregor Nachtwey. Dabei erhielt die Verwaltung den Auftrag zu prüfen, inwieweit noch eine Planstraße sowie eine Baureihe den nördlichen Bereich des Baugebietes abschließen kann oder ob dieses dann zu "gestaucht" sei. Ferner sollte es noch eine weitere Zufahrtsstraße geben, damit nicht der komplette Verkehr über die Straße Im Scheidpatt laufen muss. Ob dies im Süden die Straße "Dörnchesfuhr" wird, ist noch unklar. Vorgesehen ist auch, im Bereich der Reihenhäuser eine Klimaschutzsiedlung anzulegen. Nach der jetzt anstehenden Offenlage und dem folgenden Satzungsbeschluss könnte Nievenheim IV Anfang kommenden Jahres in die Umsetzung gehen, sprich Vermarktung und Anlegung von Baustraßen erfolgen.

Von Bezirks- und Landesregierung wird die Maxime verfolgt, wonach in der Regel der Innenverdichtung Vorrang vor der Ausweisung von neuen Baugebieten zu geben ist. Das wird in Stürzelberg und in Delrath geschehen. In Stürzelberg beabsichtigt die Generalunternehmung Markus-Bau aus Bochum, auf einem 3270 Quadratmeter großen Areal zwischen Feldstraße und Himmelgeister Straße zwölf Wohneinheiten zu bauen: vier Doppelhäuser, drei Reihenhäuser und ein Einzelhaus. Geschäftsführerin Beatrix Knipping und Architekt Svend Off stellten das Vorhaben gestern vor. Die Haupterschließung soll von der Feldstraße aus erfolgen. Die Doppelhaushälften werden eine Wohnfläche von etwa 145 Quadratmeter auf Grundstücken von bis zu 220 Quadratmetern haben; die Reihenhäuser haben eine vergleichbare Wohnfläche auf Grundstücksgrößen von 150 bis 240 Quadratmetern.

Bei einem weiteren Bauvorhaben, das der Ausschuss gestern anschob, geht es um 17 Wohneinheiten, die von der Wohnungsbaugesellschaft Ten Brinke in Bocholt an der Pestalozzistraße gebaut werden sollen. Dabei geht es um sieben Doppelhäuser und eine Dreiergruppe. Die Grundstückgrößen liegen bei 240 bis 280 Quadratmeter.

(NGZ)