1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: 17 junge Frauen tanzen für Ückerath

Dormagen : 17 junge Frauen tanzen für Ückerath

Sie waren das Aushängeschild der Karnevalsgesellschaft "rot-weiss" 1947 Ückerath: Jetzt haben 17 junge Frauen im Alter von 14 bis 26 Jahren ihren eigenen Verein gegründet. Schon bald soll eine Kinder- und Jugendgruppe eingerichtet werden. Beim Karneval ist die Garde weiter dabei.

Als die 17 Mädels der Tanzgarde "Let's Dance" der Karnevalsgesellschaft "rot-weiss" 1947 Ückerath im Februar diesen Jahres zusammen saßen, waren sich alle einig: Sie möchten unabhängig von der Karnevalsgesellschaft ihren eigenen Verein gründen. "Irgendwann hat man einfach die Lust auf etwas Neues, etwas Selbstständiges", sagt Daniela Rütten, die Trainerin und nun auch die erste Vorsitzende des neugegründeten Vereins ist. Eine Trainingspause oder eine Auszeit gab es nicht, stattdessen wurde "nahtlos weiter getanzt", sagt sie.

Doch bevor die Idee vom eigenen Verein in die Tat umgesetzt werden konnte, musste allerhand organisiert werden. Auch Fragen wie "Welche Versicherungen braucht man und welche nicht?" oder "Woher bekommt man die Kostüme?" mussten geklärt werden. "Wir haben uns durch etliche Paragrafen gequält", erzählt Rütten. Jetzt ist sie doch etwas überrascht, wie schnell das Ganze letztendlich geklappt hat. Schließlich ist der Papierkram geregelt und auch die neuen Kostüme sind bereits fertig, die sich farblich deutlich von den alten unterscheiden.

Die Zugehörigkeit zum Karneval bleibt trotzdem weiterhin bestehen, allerdings tanzen die 17 Mädels nun nicht mehr für die Karnevalsgesellschaft "rot-weiß" Ückerath. "Wir werden auch weiterhin beim Nievenheimer Zug und bei den Karnevalssitzungen dabei sein", betont Rütten. Auch würde die Gruppe "Let's Dance" gerne außerhalb der Stadtgrenze von Dormagen auftreten.

Darüber hinaus ist außerdem eine Kinder- und Jugendgruppe in Planung. "Beim Gewerbefest in Nievenheim gab es so viele Nachfragen nach Plätzen für die Jüngeren, dass wir direkt eine neue Gruppe hätten aufmachen gründen", erzählt die Vorsitzende lachend. Allerdings wird die Umsetzung noch etwas dauern. An tanzbegeistertem Nachwuchs für die neue Garde mangelt es also nicht.

Daniela Rütten tanzt, seitdem sie neun Jahre alt ist. Sie engagiert sich bereits seit mehr als 15 Jahren als ehrenamtliche Trainerin. Wenn sie nicht gerade als Krankenschwester im Neusser Lukaskrankenhaus arbeitet, beschäftigt sie sich mit der Tanzgruppe. Die Aufgabe ist umfangreich: Daniela Rütten wählt zum Beispiel die passende Musik für die Tänze aus, entwirft ausgeklügelte Choreographien oder organisiert das nächste Proben-Wochenende, das im Herbst in der Eifel stattfindet.

Unterstützung bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit erhält die Trainerin von der zweiten Vorsitzenden der Gruppe, Rebecca Gehrke, und auch von der 26-Jährigen Katharina Kakucsi. Diese hat seit der Gründung des Vereins die Aufgabe der Kassiererin übernommen. Im Vergleich zu den anderen 17 Tänzerinnen ist sie erst seit kurzer Zeit dabei. Schließlich sind einige schon seit mehr als 20 Jahren mit Leidenschaft in der Tanzgarde. "Die Gründung des eigenen Vereins hat uns noch einmal sehr zusammen geschweißt", erzählt Katharina Kakucsi.

(NGZ)