Dormagen: 140 Oldtimer begeisterten die Auto-Fans

Dormagen : 140 Oldtimer begeisterten die Auto-Fans

Perfektes Wetter und eine ungemein breite Palette an Fahrzeugen lockte bei der dritten Auflage der "Classic Cars" die Oldtimer-Fans auf das Kloster-Gelände in Knechtsteden. Bei den "Benzingesprächen" wurde Anekdoten ausgetauscht.

So vielschichtig wie ihre alten Autos sind auch die Oldtimer-Liebhaber gestrickt. Klassiker als Wertanlage in der Garage, Klassiker als weites Feld für Schrauber oder Klassiker, die nur sonntags bei schönen Wetter bewegt werden. Das zeigte sich gestern wieder einmal beim Treffen von Classic Cars am Klosterhof Kloster Knechsteden: Da sind einmal die großen Limousinen wie Rolls-Royce Silver Wraith, Baujahr 1949, mit einem gewaltigen Motorraum und vergoldeter Emily-Kühlerfigur, Jaguar Mk II mit chromblitzenden Speichenfelgen oder ein amerikanisches Riesencabrio Ford Skyliner mit Geschichte.

PS-starke Achtzylinder-Bollermänner, zumeist Ford Mustang, schnittige Sportwagen von Ferrari oder Porsche oder die so genannten Brot-und-Butter-Autos aus den 60er Jahren wie Ford 20 M, Fiat 850 Coupé oder Ford Escort. Sie alle lockten zur dritten Auflage dieses Oldtimertreffens nach Dormagen.

Helmut und Michael Müller, ein Brüderpaar aus Köln, hatte bereits eines Tages unter dem Motto "Einfach mal vorbeikommen" ein zwangloses Oldtimer-Treffen namens Classic Cars am Knechtstedener Klosterhof organisiert. Mit dem Schwerpunkt Erfahrungsaustausch und so genannte Benzingespräche.

Die Premiere überraschte selbst das Brüderpaar; am gestrigen Sonntag galt zwar immer noch das ursprüngliche Motto, doch im Wesentlichen ging es schon organisierter und markenoffener zu: Als Veranstalter wurde der MG Drivers Club gewonnen, Sponsoren gefunden und unter dem Namen "3. MG Classic Cars am Klosterhof" eine Programm rund um die alten automobilen Schätzchen angeboten.

Etwa 140 Oldtimer waren - angemeldet oder spontan - vorbeigekommen, eine Menge Freunde alter Autos ebenfalls. So zum ersten Mal Dieter Heilen aus Köln, der einen Datsun 260 Z, Baujahr 1976, besitzt. Ihm gefallen auch andere Modelle, findet die Örtlichkeit spitze und will auch die Basilika besichtigen. Zu den auffälligsten Autos gehörte ein DAF 66YA - ein Fahrzeug des niederländischen Militärs in olivgrün.

Besitzer Helmut Kautz hat lange nach so einem seltenen Exemplar gesucht, jetzt zeigt er stolz den offenen Viersitzer mit dem legendären Riemenantrieb, der in der Rückleuchte sogar einen Internetanschluss hat. Der Feuerwehr-Verein Habbelrath ist gleich mit zwei großen Fahrzeugen angerückt, einem Tanklöschwagen und einer Drehleiter. Die ehemals bei der Feuerwehr Frechen bis 1987 im Einsatz gewesenen roten Magirus werden von Enthusiasten wie Franz-Xaver Petz mit großen Einsatz in Schuss gehalten.

Alles funktioniert - vom Blaulicht und Martinshorn bis zur hohen Drehleiter. Schöne Geschichten werden am Rande erzählt. Etwa die eines Eigentümers eines großen Viersitzer-Cabrios, der nach dem Kauf feststellte, das dieses gar nicht in die Garage passt. Da wusste direkt ein Anbieter beim Treffen Rat: Er vermietet alarmgesicherte Stellplätze. Und einen Schrauberkursus für Oldtimer-Besitzer dazu.

(NGZ)
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