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Dormagen: 103 Autos mit Farbe beschmiert

Dormagen : 103 Autos mit Farbe beschmiert

Mittwochnacht haben Unbekannte in Zons 103 Autos mit Sprühfarbe beschmiert. Für die Betroffenen könnten die Schmierereien teuer werden. Nur wer eine Vollkaskoversicherung hat, bekommt einen Teil der Kosten erstattet.

Innerhalb von 15 Minuten haben unbekannte Täter in Zons eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Am Dienstag in der Zeit von 23.30 bis 23.45 Uhr besprühten sie 103 Fahrzeuge mit silberner Sprühfarbe. Außerdem wurde eine Hauswand an der Rilkestraße in Mitleidenschaft gezogen.

Über 100 Autos sind betroffen, außerdem wurde eine Hauswand beschmiert. Foto: Polzei

Die Farbschmierer trieben ihr Unwesen im Bereich der Rilkestraße, Eichendorffstraße, Mörickestraße, Lessingstraße, Theodor-Fontane-Straße und Wilhelm-Busch-Straße. Die Fahrzeuge wurden nach Angabe der Polizei offenbar wahllos im Vorbeigehen ohne bislang erkennbares Muster besprüht. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die Täter in der Nacht nicht beobachtet.

Erwin Hensel, der an der Theodor-Fontane-Straße wohnt, hatte den Schaden gestern Morgen zunächst gar nicht entdeckt. "Ich wurde darauf hingewiesen, dass mein Auto beschmiert wurde", sagte er. Sein grüner Ford Focus wurde am Heck mit einem langen, silbernen Strich gezeichnet. Der Ärger hielt sich bei ihm jedoch in Grenzen: "Mit Hilfe eines Nachbarn habe ich die Schmiererei entfernen können", erklärt er und ergänzt: "Was will man auch sonst machen?"

Helga Zuzely, die mit ihren Mann an der Eichendorffstraße wohnt und morgens bereits früh unterwegs ist, hat die Täter wie Erwin Hensel nicht bemerkt. "Keiner hat was gehört oder gesehen", erklärt sie.

Die Beschädigungen finden sich zumeist am Heck oder an der Fahrzeugseite. Zum Teil konnte die Farbe bereits von den Autos entfernt werden. "Es handelt sich um eine böswillige Beschädigung, die Teilkasko zahlt nicht", erklärt der Dormagener Versicherungsexperte Peter Pöller. Für den Schaden kommt die Vollkaskoversicherung auf — unter Selbstbeteiligung. Zudem verschlechtere sich der Schadensfreiheitsrabatt. Betroffene sollten sich unverzüglich bei ihrem Versicherungsbüro melden. Immer muss sich das nicht lohnen. Pöller: "Bei einem geringen Schaden sollte Geschädigte abwägen ob es sich lohnt, die Versicherung einzschalten."

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Diese werden gebeten, sich unter Tel. 02131 3000 bei der Kriminalpolizei zu melden. Außerdem werden weitere Betroffene, die sich bislang nicht gemeldet haben, aufgefordert, eine Anzeige zu erstatten.

(NGZ/rl)