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100 Jahre Grenadierzug in Dormagen: "Bloomepott" feiert verspätet

100 Jahre Grenadierzug in Dormagen : „Bloomepott“ feiert Jubiläum mit Verspätung

Seit nunmehr 101 Jahren besteht der Grenadierzug des Bürger-Schützen-Vereins Dormagen. Jetzt wurde endlich das Jubiläum stimmungsvoll gefeiert.

Bereits im Jahr 2021 feierte der Grenadierzug „Bloomepott“ des Bürger-Schützen-Vereins, gegründet am 12. September 1921, im kleinen Kreis sein 100-jähriges Bestehen. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen, ließen keine dem Anlass entsprechende Feier zu. Doch kaum waren die schwierigsten Auflagen beseitigt, konnte der Vorstand des Bloomepott unter der Leitung des Vorsitzenden Heinz Pankalla eine große Jubiläumsfeier im festlich dekorierten Schützenhaus nachholen.

In seiner Festrede verweis Pankalla auf die Zuggeschichte auf 145 Buchseiten mit vielen Fakten, kleinen Geschichten und interessanten Fotos. Die Bedeutung dieser Festveranstaltung und die Wertigkeit des Grenadierzuges mit seinen immerhin 18 aktiven Mitgliedern wurde durch die zahlreich erschienen Ehrengäste aus Politik und Verwaltung deutlich. Der durch Terminnot abwesende Bürgermeister Erik Lierenfeld wurde per Video zugeschaltet und hielt eine beeindruckende Begrüßungsrede.

Auch der BSV würdigte die Bedeutung dieses Grenadierzuges durch den Vorsitzenden Hans-Arnold Heier, der seine Wertschätzung in einer kleinen Ansprache erklärte. Das Schützenregiment wurde durch Regimentschef Andreas Ludwig und dem Jägeroberst Claus Ermert vertreten. Dazu kamen weitere Schützen: der Ehrenzug „Voll Dropp“ und das Bundestambourcorps Stürzelberg. Sie alle und weitere Freunde gratulierten dem Jubilar Bloomepott.

 Die geehrten Damen des Grenadierzuges: Marlies Haase, Gaby Aretz, Fabienne Belkadi, Michaela Belkadi.
Die geehrten Damen des Grenadierzuges: Marlies Haase, Gaby Aretz, Fabienne Belkadi, Michaela Belkadi. Foto: Bloomepott
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1921, das Gründungsjahr des Bloomepott, war ein Jahr der Ungewissheiten und Zukunftsängste in Deutschland. Die Folgen der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg kamen auf die neue Weimarer Republik zu. In dem Jahrhatte das damalige Amt Dormagen weniger als 5000 Einwohner. Und doch, trotz aller Behinderungen und Schwierigkeiten, entgegen sogar mancher Auflagen der Besatzer, fanden die Schützen den Mut, ein Schützenfest zu veranstalten.

Vom 10. bis zum 12. September 1921 fand in Dormagen das erste Schützenfest nach dem Weltkrieg statt. Die Gründung des Grenadier-Zuges verdanken die Bloomepötter den Kameraden Heinrich Mertens, Jakob Lips und Peter Rommelsheim. Sie trafen sich am Montag nach dem Schützenfest auf dem Schießplatz und kamen ins Gespräch. An diesem Tag entstand der Entschluss, einen Schützenzug zu gründen.

Natürlich gehörten zur Jubiläumsfeier auch die Ehrung von verdienten „Bloomepötter“. Siggi Zint wurde für seine 50jährige Mitgliedschaft geehrt und Gerd Kolb bekam als langjähriger Schriftführer die Ehrennadel „goldener Stift“ verliehen. Axel Haase wurde für seine langjährige Tätigkeit als Kassierer mit dem Verdienstorden ausgezeichnet. Udo Heinrichs erhielt den Siegerpokal des Zugmeisters überreicht, Pankalla vom Vize-Vorsitzenden Udo Heinrichs als Dank für die Erstellung der Chronik die Ehrennadel „goldene Feder“.

Für die Mitarbeit und Hilfe bei der Erstellung der Chronik wurden Eduard Breimann, Heinz Krosch und Markus Extra ebenfalls mit der „goldenen Feder“ überrascht. Große Freude erzeugte die Ehrung der Damen des Zuges. Marlies Haase, Gaby Aretz & Michaela Belkadi bekamen als Dank für die Dekoration und Gestaltung des Schützenhauses einen Blumenstrauß.