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Dormagen: 100 Jahre Feuerwehr in Straberg

Dormagen : 100 Jahre Feuerwehr in Straberg

Wenn in Straberg Straßen gesperrt sind, das halbe Dorf auf den Beinen zu sein scheint und man von weitem schon einen 30 Meter hohen Feuerwehrkran sieht, scheint etwas Besonderes los zu sein im kleinen Dorf.

Und so war es: Die Feuerwehr Straberg hat am Wochenende ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Los ging es mit einer heiligen Messe am Samstag Abend, worauf gleich der Große Zapfenstreich auf dem Lindenplatz folgte.

Rund 60 Musiker und 30 Fackelträger verbreiteten in Straberg ein anmutiges Bild. Am Abend wurde dann im Hubertussaal gefeiert. Auch die Kölner Cover Band "Hot Peppers" sorgte für gute Stimmung. "Es war eine tolle Party mit rund 500 Gästen", sagt Sven Böckmann, Löschzugführer. Der 38-Jährige ist ganz begeistert von dem Fest und von seinem Zulauf.

Schon im Voraus hat der Löschzug in Straberg eine Festschrift verteilt, in der sie auch über die Geschichte informieren. Angefangen hat alles mit Löscheimern aus Holz, es folgte eine Spritze, die von Hand oder durch ein Pferd gezogen werden musste. 1959 gab es dann Grund zum Feiern, als die Straberger Feuerwehr einen Feuerwehr-Bus von VW mit einer Wasserpumpe bekam.

Doch bis das Hydrantennetz ausgebaut war, musste der See oder Brunnen als Wasserquelle herhalten. Zehn Jahre später waren die Straberger stolz auf ihr erstes Tanklöschfahrzeug, was durch die zunehmenden Waldbrände auch dringend benötigt wurde. Heute hat sich die Feuerwehr zu einer modernen Institution mit 37 aktiven Mitgliedern und drei Einsatzfahrzeugen entwickelt.

Zum Jubiläum wurden diese Fahrzeuge natürlich auch präsentiert. Highlight war dabei sicher ein Bundeswehrhubschrauber der gestern in Straberg landen sollte. Wegen des Köln-Marathons und des Stadtfestes in Bonn war der Hubschrauber allerdings mehrfach im Einsatz, sodass sich seine Ankunft in Straberg verzögerte.

Den Hubschrauber wollte sich auch unbedingt Christopher Röhlen angucken. Mit seinen beiden Söhnen ist der Straberger am Sonntag auf das Oktoberfest gefahren. "Für die Kleinen ist das spannend: Einen Hubschrauber kann man sich ja sonst nicht genauer ansehen", sagt Röhlen. Im Ort habe die Feuerwehr einen hohen Stellenwert, findet der Straberger.

Neben den Fahrzeugen des Löschzuges präsentiere sich auch das Dormagener Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). "Das Rettungsboot ist absoluter Publikumsmagnet", sagt Tobias Alef von der DLRG. Auf dem Boot spielen und klettern Kinder und lernen so die Ausrüstung kennen. Noch unbeschwerter ging es auf der Hüpfburg zu. Die hatte die Form eines Feuerwehrautos.

(NGZ)