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Voerde/Dinslaken: Zwei Niederrheiner bei "Nuhr ab 18"

Voerde/Dinslaken : Zwei Niederrheiner bei "Nuhr ab 18"

Oliver Müller und Jamie Wierzbicki haben sich bei dem Comedian per Video beworben - und durften in der Sendung auftreten. Es gab direkt Feedback via Facebook.

Es freute Dieter Nuhr, dass er gleich zwei Nachwuchstalente vom Niederrhein in seiner Sendung "Nuhr ab 18" zu Gast hatte. Denn Dieter Nuhr selbst ist in Wesel aufgewachsen. Die Gegend sei scheinbar prädestiniert, komische Menschen hervorzubringen.

"Das ist unglaublich. Da muss ein Nest sein", kommentierte Nuhr. "Ich denke, dass es genetisch bestimmt ist. Der Niederrheiner verlässt die Gebärmutter, guckt raus und denkt: Ich werde Komiker."

Doch wie kommt man eigentlich vom Niederrhein in eine Fernsehsendung mit Dieter Nuhr? "Ich hatte mich schon vor längerer Zeit mal mit einem Video beworben", erzählt Oliver Müller. Er hatte schon gar nicht mehr daran gedacht, als sich die Produktionsfirma meldete und ihm mitteilte, er sei in der engeren Auswahl für die Sendung. Schließlich verbrachte er einen ganzen Tag im Studio. "Man hat da Stellproben, eine Generalprobe und dann die Aufzeichnung", berichtet Oliver Müller.

Für den Comedian, der seit 2012 mit seinen Gags auf der Bühne steht, war das eine ganz andere Erfahrung als die Live-Auftritte auf der Bühne. Vor allem war er nervös, weil er sich bei der Generalprobe im Text verhaspelt hatte.

"Dieter Nuhr hat mich dann etwas beruhigt. Das ist wirklich ein ganz ruhiger und netter Typ", erklärt Müller.

So brachte der 38-jährige Dinslakener, der in Bruckhausen aufwuchs, seinen Auftritt souverän über die Bühne und das Publikum zum Lachen. "Deine Zähne sehen aus wie Duisburg und Gelsenkirchen. Da ist noch Essen zwischen", schmeichelte er einer Dame und erntete Applaus vom Studiopublikum. Ebenso für seine etwas seltsame Umschreibung eines jährlichen Phänomens. "Da kommen dann diese Gangsterrapper, die immer ganze Wände mit Graffiti vollschmieren. Wie heißen die? Ach ja. Sternsinger", kommentiert er die jährliche Aktion rund um den Dreikönigstag.

Ebenfalls souverän auf der Fernsehbühne unterwegs war Jamie Wierzbicki. Auch er wurde in Dinslaken geboren, wuchs aber in Voerde-Friedrichsfeld auf. "Ich bin durch die Empfehlung eines befreundeten Comedians zur Fernsehsendung gekommen", erzählt der 29-Jährige, der mittlerweile in Köln lebt.

Vor seinem Auftritt vor laufenden Kameras war er nervöser als gewöhnlich. "Nach dem ersten Lacher war aber alles gut. Dann vergisst man, dass man vor Kameras steht", erzählt er von seinen Eindrücken bei der Aufzeichnung. Auf der Bühne feixt er herum und berichtet von seinem eher absurden Humor. So stellt er fest, dass der Marihuana-Wirkstoff THC im Körperfett gespeichert wird und hat damit so seine Probleme.

"Wie soll ich denn abnehmen, wenn ich jedes Mal nach dem Joggen einen Fresskick bekomme?", ulkt er und erntet dafür Lacher im Studio. Beide Comedians haben festgestellt, dass sie nach ihrem Auftritt im Fernsehen direkt mehr Aufmerksamkeit bekommen haben. "Es gab direkt Feedback via Facebook", erzählt Jamie Wierzbicki. Auch Oliver Müller verzeichnete einen sprunghaften Anstieg von "Likes" auf seiner Facebook-Seite. Auf den ganz großen Durchbruch durch einen Fernsehauftritt hoffen aber beide Comedians nicht. Dieser Illusion geben sich die beiden Spaßmacher nicht hin. "Dafür müsste man, glaube ich, sehr viel häufiger im Fernsehen präsent sein", sagt Oliver Müller. Der 38-Jährige hat sich kürzlich für das Finale des Dinslakener Comedy-Rodeos qualifiziert und wird dort zu sehen sein. Jamie Wierzbicki ist derzeit im Rahmen der "RebellComedy" auf Tour.

(RP)