Dinslaken: Zwei Männer bei Brand in Lohberg verletzt

Dinslaken: Zwei Männer bei Brand in Lohberg verletzt

Feuer brach in einer Wohnung an der Koksstraße aus. Nachbar half Bewohnern aus dem Gebäude.

Bei einem Brand in einer Wohnung an der Koksstraße in Lohberg sind am späten Mittwochabend zwei Menschen verletzt worden. Das Feuer war gegen 22.41 Uhr in der ersten Etage des Wohnhauses ausgebrochen. Jemand befinde sich noch im Gebäude, teilten Nachbarn der Feuerwehr mit, als sie den Notruf wählten. Die Einsatzkräfte retteten dann zwei Verletzten aus dem Haus.

Mit Atemschutzmasken. Stahlrohr, Fluchthauben und einer Wärmebildkamera stießen die Retter in die Brandwohnung vor. Kollegen unterstützten sie von außen und schufen von der Drehleiter aus eine Abluftöffnung zu der Wohnung im ersten Stockwerk. So konnten sie den Bewohner aus der Brandwohnung herausholen. Der junge Mann stand während des Feuers an einem Fenster in einer anderen Wohnung des Hauses. Er war nach Angaben der Anwohner aufgrund der Flammen in Panik geraten. Feuerwehrleute kümmerten sich während des gesamten Einsatzes um ihn und führten ihn dann aus der Wohnung. Die beiden verletzten Männer brachte der Rettungswagen ins Krankenhaus. Um kurz vor Mitternacht war der Einsatz beendet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ergebnisse stehen noch aus, teilte die Pressestelle der Kreispolizei in Wesel gestern mit. Gabriele Novak, deren Mutter das Haus, in dem das Feuer entstand, gehört, wollte sich am folgenden Tag ausdrücklich bei der Feuerwehr und den Nachbarn bedanken. Zwei Nachbarn, ein Mann und eine Frau, wären überhaupt erst auf die Rauchentwicklung in der Wohnung an der Koksstraße aufmerksam geworden. "Sie saßen wohl vor ihrem Haus an der angrenzenden Eisenstraße und schauten dann sofort nach", so Novak. Die Nachbarn verständigten sofort die Feuerwehr. "Der Mann ist dann ganz selbstlos mehrmals ins Gebäude hinein gelaufen und hat die Bewohner fast alle nach draußen befördert", erzählt Novak. Ihrer Mutter, die im Erdgeschoss direkt unter der Brandwohnung lebt, sei so ebenfalls nichts passiert.

In den nächsten Tagen will sie sich bei dem Retter persönlich bedanken. "Das war eine echte Heldentat", findet die Dinslakenerin. Auch die anderen Nachbarn seien sehr nett gewesen. "Sie haben zum Beispiel mit Getränken ausgeholfen", so Novak. Sie ist erleichtert: "Da hätte viel Schlimmeres passieren können, zumal acht Parteien in dem Haus leben." Nur die Brandwohnung sei derzeit unbewohnbar.

(ahe)
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