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Dinslaken: Zur Sacharbeit zurückkehren

Dinslaken : Zur Sacharbeit zurückkehren

Appell der Dinslakener Migrantenorganisationen: Auseinandersetzung um den Integrationsrat beenden.

In der Diskussion um den Dinslakener Integrationsrat haben sich Ditib-Moschee, die Moschee Bildung und Integration, die Arrahma Moschee, der Türkisch-Deutsche Elternverein und ehemalige Mitglieder des Integrationsrates zu Wort gemeldet. In der von Kemal Inan, langjähriger ehemaliger Vorsitzender der Integrationsrates, verbreiteten Erklärung der Migrantenorganisationen heißt es: "Der Integrationsrat ist die Vertretung der in Dinslaken lebenden Bürger mit Migrationshintergrund. In der Vergangenheit waren dort sowohl die gewählten Mitglieder als auch die von den im Stadtrat vertretenen Parteien bestimmten Personen immer bemüht, sich den sachlichen Themen zu widmen und Lösungen auszuarbeiten. Dies war manchmal schwierig, aber meistens konnte man trotz unterschiedlicher Meinungen mehrheitlich zu einem Kompromiss kommen." Nur so habe ein Integrationskonzept über zwei Jahre mit der Stadtverwaltung ausgearbeitet und die Einrichtung der Stelle eines städtischen Integrationsbeauftragten nach jahrelangem Bemühen durchgesetzt werden können.

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"Was wir in letzter Zeit mit Bedauern in der Presse lesen und was auch in der Diskussion am 13. Dezember in der Ratssitzung zu sehen war, erschüttert die Mitbürger mit Migrationshintergrund in unserer Stadt und auch viele der ehemaligen Mitglieder des Integrationsrates", heißt es in der Erklärung weiter. "Es kann nicht sein, das seitens eines Mitgliedes des Integrationsrates Beschuldigungen und Behauptungen gegenüber anderen Mitglieder in den Raum gestellt und immer wiederholt werden, die seitens der Polizei und des Staatsschutzes geprüft und als haltlos eingestuft wurden. Es kann auch nicht sein, dass ein gewähltes Mitglied des Gremiums zur Aufgabe seines Mandates gedrängt wird. Beide Situationen gehören nicht zu einem demokratisch gewählten Integrationsrat."

Trotzdem gehe die Diskussion weiter, auch im demokratisch gewählten Stadtrat. "Wohin soll es führen? Soll der Integrationsrat in Zukunft arbeitsunfähig werden, in einer Zeit , wo die Themen durch die Flüchtlingssituation immer wichtiger werden", fragen die Migrantenorganisationen. Die Erklärung endet mit einem Appell an alle Mitglieder des Integrationsrates und des Stadtrates, dieses leidige Thema endlich zu beenden und zur Sacharbeit zurückzukehren.

(jöw)