Dinslaken: Zukunftspläne fürs Hagenviertel

Dinslaken: Zukunftspläne fürs Hagenviertel

Thyssen-Bausysteme hat die Produktion auf dem Gelände zwischen B 8, Bahnstrecke und Amalienstraße seit Jahren eingestellt. Jetzt soll dort ein Nahversorgungszentrum für das Hagenviertel entstehen.

Grundsätzlich hat Dinslakens Politik den Überlegungen zur Zukunft des alten Industriegeländes bereits zugestimmt. Jetzt will die Stadt Planungsrecht schaffen. In seiner nächsten Sitzung beschäftigt sich der Planungausschuss mit der Aufstellung des entsprechenden Bebauungplans. Dinslakens Technischer Dezernent Klaus Haverkämper geht davon aus, dass die Stadt diese Hausaufgabe in etwa eineinhalb Jahren erledigt hat. Dann könnte Thyssen mit der Entwicklung des Geländes beginnen.

Das Unternehmen hat einiges vor. Insgesamt knapp 15 Hektar umfasst der neue Bebauungsplan. 10,3 davon gehören Thyssen. Entstehen soll hier im zur Amalienstraße gelegenen Teil des Geländes neben einer Ergänzung der dort bestehenden Wohnbebauung ein Nahversorgungszentrum für das gesamte Hagenviertel, das mit einem einzigen Lebensmittelmarkt an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße bislang unterversorgt ist. Geplant ist die Ansiedlung eines Lebensmittelvollsortimenters (1500 Quadratmeter) und eines Lebensmitteldiscounters (800 Quadratmeter) auf dem Thyssengelände.

Zudem wäre, so das Ergebnis einer Standort- und Marktanalyse, Platz für einen Drogerie-, einen Getränke, einen Fahrrad- und einen Gartenmarkt.

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Auf dem zur B 8 hin gelegenen Teil des Geländes sollen Gewerbetriebe — gedacht ist an Autohäuser, Autozubehörhandel, eine Tankstelle und eventuell ein Schnellrestaurant untergebracht werden und längs der Bahnlinie könnten sich Handwerksbetriebe ansiedeln. Erschlossen wird das Gelände, was den gewerblichen Bereich und die Anlieferung angeht, über die bestehende Einfahrt an der B 8. Aus dem Wohngebiet können die Kunden die Geschäfte von der Amalienstraße und der Hagenstraße aus erreichen.

Der eigentliche Einkaufsbereich des Nahversorgungszentrums soll fußläufig bleiben. Mit der Entwicklung dieses Gebiets soll dann auch das Problem des Lärmschutzes gegenüber der Bahnlinie, die ja bekanntlich im Zuge der Betuwelinie deutlich mehr Güterverkehr aufnehmen muss, gelöst werden.

Termin Der Planungsausschuss tagt am Montag, 18. Februar, 17 Uhr, im Sitzungssaal des Stadthauses, Wilhelm-Lantermann-Straße 65. Die Sitzung ist öffentlich.

(RP)
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