Zieht das Finanzamt Dinslaken demnächst um?

Finanzverwaltung NRW sucht Bürogebäude : Zieht das Finanzamt Dinslaken um?

Die Finanzverwaltung des Landes NRW hat eine Marktabfrage über ein gewerbliches Mietobjekt in Dinslaken, Voerde oder Hünxe gestartet. Es geht um eine Alternative zum bisherigen Standort des Dinslakener Finanzamtes.

Seit Jahrzehnten schon ist das Dinslakener Finanzamt in dem Gebäudekomplex an der Schillerstraße, gegenüber dem Amtsgericht, untergebracht. Per Zeitungsanzeige sucht die Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch die Oberfinanzdirektion NRW, aktuell ein bestehendes Bürogebäude für die Unterbringung einer Dienststelle. Als mögliche Standorte kommen die Stadtgebiete von Dinslaken und Voerde sowie das Hünxer Gemeindegebiet in Frage.

In der Anzeige, gelistet unter der Rubrik „Gewerbeobjekte Gesuche“, wird etwas näher ausgeführt, was für ein Bürogebäude die Finanzverwaltung sucht. Es soll sich um einen Gebäudekomplex handeln, der „für die Unterbringung von etwa 170 Beschäftigten“ geeignet ist und bezugsfertig sein soll. Um die Beschäftigten unterzubringen, wird ein Gebäude gebracht, das über eine Nettogrundfläche von mindestens 5000 Quadratmetern verfügen sollte. Benötigt werden überwiegend Büroräume, die sich für die Belegung mit einer oder zwei Kräften eignen. Die Behörde denkt daran, das Bürohaus für eine feste Laufzeit von mindestens zehn Jahren anzumieten. Als frühester Mietbeginn wird das Jahr 2020 angegeben, spätestens 2021 soll die Vertragslaufzeit beginnen, wie in der Zeitungsanzeige weiter ausgeführt wird. Interessenten, die an der Marktabfrage teilnehmen wollen, können ihre Unterlagen noch bis zum 24. Mai 2019 bei der Oberfinanzdirektion NRW, Dienstsitz Köln, Riehler Platz 2, 50668 Köln einreichen.

Steht also demnächst ein Umzug des Finanzamtes Dinslaken an? „Derzeit gibt es keine konkreten Umzugspläne für das Finanzamt Dinslaken“, dies teilte Fiona Kremzow von der Pressestelle der Oberfinanzdirektion NRW auf Anfrage der RP mit. „Vielmehr prüft die Finanzverwaltung gemeinsam mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen aktuell für das Finanzamt Dinslaken im Rahmen einer umfassenden sogenannten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterschiedliche Unterbringungsmöglichkeiten im Hinblick auf Eignung und Wirtschaftlichkeit“, führt Fiona Kremzow aus und betont, dass es sich „lediglich um eine Prüfung möglicher Optionen“ handelt.

In ihrer Marktabfrage weist die Oberfinanzdirektion NRW darauf hin, „dass es sich nicht um ein formelles Verfahren handelt und dass das Verfahren keinen vergaberechtlichen Bestimmungen und Richtlinien unterliegt“. Die Teilnehmer könnten daher keine Kosten oder sonstige Ansprüche gelten machen. Zudem bestehe für die Behörde keine Verpflichtung, auf das wirtschaftlichste Angebot einen Zuschlag zu erteilen. Die Oberfinanzdirektion NRW behält sich zudem das Recht vor, das Verfahren jederzeit zu beenden.

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