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Zeelink: Behörde sieht „kein städtebauliches Hemmnis“

Genehmigung für umstrittene Gasleitung : Behörde sieht „kein städtebauliches Hemmnis“

Behörde sieht durch Pipeline Entwicklung Drevenacks nicht eingeschränkt

Im Planfeststellungsverfahren zum Bau der Gaspipeline wurden von Kritikern auch Bedenken gegen die Inanspruchnahme oder Betroffenheit privater Grundstücke durch das Vorhaben angemeldet – und von der Bezirksregierung Düsseldorf zurückgewiesen.

Auch wurden Sorgen um wegfallende Vermarktungsmöglichkeiten nach Realisierung der Trasse im Gebiet Nelkenstraße in Drevenack laut. Dadurch, so die Befürchtung, könnten eine Ausdehnung der Infrastruktur des Hünxer Ortsteils und somit weitere Investitionen dort fraglich sein.

Eine weitere Einwendung betrifft ebenfalls die städtebauliche Erweiterungsmöglichkeit Drevenacks. Diese sei nach Süd und Ost durch andere Faktoren nicht möglich und würde durch die Zeelink-Trasse räumlich in jeder weiteren Richtung und Hinsicht verhindert, lautet der Einwand.

Die Bezirksregierung nimmt Bezug auf die Argumentation der Firma, die das Vorhaben realisieren will: Eine Bebauung könnte demnach bis auf fünf Meter an die Rohrleitung heranrücken. Die Bedenken, dass sich der Ortsteil aufgrund der Erdgasfernleitung und des Schutzstreifens nicht weiter entwickeln könne, teile sie nicht, erklärt die Firma. Die Bezirksregierung schließt sich deren Auffassung in ihrer Beurteilung des Vorhabens an. Für eine „nachhaltige Störung“ der städtebaulichen Entwicklung sehe sie keine Anhaltspunkte, führt sie in ihrer Bewertung aus.

Die Planänderungen, die von der Bezirksregierung aufgrund der im Planfeststellungsverfahren vorgebrachten Stellungnahmen und Einwendungen vorgenommen wurden, beinhalten ihren eigenen Angaben zufolge unter anderem „kleinräumige“ Trassenveränderungen, die Verlegung von Baustellenzufahrten und Rohrlagerplätzen, die Anpassung von Arbeitsstreifen oder die Aktualisierung der naturschutzfachlichen Unterlagen.

(P.K.)