Zeelink-Baustelle bei Voerde: CDU schaute am Rheindüker „in die Röhre“

Zeelink-Baustelle besucht : CDU schaute am Rheindüker „in die Röhre“

Eine Delegation besuchte die Baustelle in Borth. Von hier aus soll die Zeelink-Gaspipeline durch den Fluss verlegt werden.

„In die Röhre gucken“ konnte jetzt eine Delegation der Voerder CDU. Fraktionsvorsitzender Ingo Hülser, hatte den Kontakt hergestellt und einen Besuch am Rheindüker bei Borth, gegenüber von Ork, organisiert. „Es ist schon beeindruckend, was hier entsteht“, sagte Hülser.

Düker nennen die Fachleute eine Rheinquerung mit einem dicken Rohr. Ein solches liegt schon fast fertig zusammengeschweißt und ummantelt am linken Rheinufer bei Borth. Durch das Rohr soll ab 2021 Gas strömen. Die CDU-Fraktionen aus Voerde und Rheinberg besichtigte jetzt die Baustelle. Der Düker wird von Borth Mitte Oktober durch den Rhein in Richtung Ork gezogen. Auch dort haben – wie berichtet – die vorbereitenden Erdarbeiten begonnen.

Im Rhein baggert ein Schiff die Rinne aus, durch die das riesige Rohr gelegt wird. Dieser Vorgang dauert wenige Stunden, die Vorbereitungen aber Jahre. Wenn der Düker im Rhein lieg, wird die Rinne wieder zugeschüttet, so dass 3,5 Meter Kies und Sand über der Rohrleitung liegen. Um ein Aufschwemmen der Leitung zu verhindern, wird diese mit Beton ummantelt.

Der Düker ist ein Abschnitt einer Ferngasleitung der Firma Open Grid Europe vom münsterländischen Legden bei Ahaus bis nach Lichtenbusch an der deutsch-belgischen Grenze südlich von Aachen – 216 Kilometer lang. Open Grid Europe betreibt das längste Ferngasnetz in Deutschland mit 12.000 Kilometern. Bei diesem Mammut-Projekt, das die drei Regierungsbezirke Köln, Düsseldorf und Münster durchquert, kooperiert Open Grid mit Thyssengas, das ebenfalls ein 4200 Kilometer langes Ferngasnetz betreibt.

Ingo Hülser dankte dem Projektleiter Franz-Josef Kißling für die Möglichkeit hinter die Kulissen der Verlegung der Ferngleisleitung blicken zu dürfen.

(RP)
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