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Wolfs-Angriffe in Hünxe: Auch Ponys sollen jetzt nachts in den Stall

Nach Angriffen durch Wölfe in Hünxe : Auch Ponys sollen jetzt nachts in den Stall

Es sei wichtig, Weiden mit „potenziell gefährdeten Haus- und Nutztieren“, wolfssicher einzuzäunen, verlautet aus dem Landesumweltministerium. Außerdem sollten auch Ponys möglichst in den Stall, wenn es dunkel wird.

Nach den vier neuen Wolfs-Angriffen auf Kleinpferde in Hünxe rät das nordrhein-westfälische Umweltministerium, gefährdete Ponys nachts möglichst in Ställen unterzubringen. Es sei wichtig, „die Weiden mit potenziell gefährdeten Haus- und Nutztieren, das sind neben Schafen, Ziegen und Gatterwild auch Kleinpferde, wolfsabweisend zu zäunen“ und die Tiere „in den dunklen Tag- und Nachtstunden in einen Stall zu verbringen“, wird der Staatssekretär Heinrich Bottermann in einer Mitteilung des Ministeriums zitiert. „Bei der Landwirtschaftskammer haben wir für die Herdenschutzberatung eine Hotline eingerichtet, die unter anderem auch zu wolfsabweisenden Zäunen berät.“

Bislang werden solche Schutzmaßnahmen aber für die Pferdehaltung nicht öffentlich bezuschusst. Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser hat Mitte des Monats angekündigt, das sich das ändern soll.

In Hünxe sind binnen zwei Wochen zwei Shetland-Ponys und ein weiteres Pony mit einem Stockmaß von gut 1,40 Metern gerissen worden. Eines wurde am 11. Oktober gefunden, eines am 20. Oktober und eines am vergangenen Freitag, 22. Oktober. Zudem wurde in der Nacht zum 21. OktoberKostenpflichtiger Inhalt ein weiteres Pony auf seiner Weide am Hinterlauf verletzt. „Alle Rissumstände deuten auf Wölfe als Verursacher hin“, stellt das Landesministerium fest. Wie üblich soll die Bewertung noch durch Analysen von Genmaterial bestätigt werden. Die Durchwahl der Servicehotline Herdenschutz der Landwirtschaftskammer ist 02945 989898. Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite der Organisation.

(RP)