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Wolf: Die Sicherheit der Menschen geht vor

Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss : Die Sicherheit der Menschen geht vor

Die hiesige CDU-Bundestagsabgeodnete Sabine Weiss äußert sich zum Umgang mit dem Wolf.

In die Wolfsdebatte hat sich jetzt auch die hiesige CDU- Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Statsekretärin beim Bundesgesundheitsminister, Sabine Weiss, eingeschaltet. „Der Wolf breitet sich weiter in Deutschland aus, dadurch steigen auch die Schnittpunkte mit Menschen und Nutztieren“, schreibt Weiss in einer Pressemitteilung. „Die Menschen machen sich Sorgen. Unsere Landwirte, Schaf- und Pferdehalter haben Angst um ihre Tiere. Denn der Wolf ist ein Raubtier und er dringt weiter vor, auch im Kreis Wesel ist er aktiv. Am Niederrein sind bereits rund 50 Nutztiere, insbesondere Schafe, vom Wolf gerissen worden.“

In Europa gebe es bereits 20.000 Wölfe, in Deutschland Hunderte. Die Bestände verdoppelten sich alle drei bis vier Jahre. Denn der Wolf habe keine natürlichen Feinde. Sabine Weiss hält einen realistischen Umgang mit der Art für dringend erforderlich. Deshalb habe die CDU/CSU-Bundestagsfraktion diese Woche ein Positionspapier beschlossen. Darin werde ein Fahrplan für den Umgang mit dem Wolf aufgestellt. „Die Sicherheit der Menschen muss immer an erster Stelle stehen, aber auch die Nutztierhalter müssen wir im Umgang mit dem Wolf besser unterstützen“, so die hiesige Bundestagsabgeordnete. Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist eine realistische Bewertung der Wolfsbestände in Deutschland erforderlich. Die Union fordert deshalb, den Schutzstatus des Wolfes auf europäischer Ebene von „streng geschützt“ auf „geschützt“ zu senken. Auch seien Änderungen im deutschen Naturschutzrecht erforderlich. Heute könnten nur im Einzelfall verhaltensauffällige Wölfe erlegt werden. Zukünftig müsse es auch in Deutschland möglich sein, klare Bestandsgrenzen zu definieren. So passiere es bereits heute bei den europäischen Nachbarn wie Frankreich oder Schweden. Nur so sei ein wirksames nationales Wolfsmanagement möglich.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstütze auch die Forderungen der Weidetierhalter. Die benötigten umfassende staatliche Hilfe. Nutztierrisse seien durch entsprechende Schutzmaßnahmen zu vermeiden. „Tierschutz ist nicht teilbar“, betont Weiss. „Aber auch für die Regulierung im Schadensfall sind bundesweit einheitliche Standards notwendig. Die Beweislast für Entschädigungen bei Nutz- und Haustierrissen ist dafür umzukehren. Wo kein technischer Schutz gegen Wölfe möglich ist, müssen auch Schutzjagden möglich sein.“

(RP)