Dinslaken: Wohnquartier auf Trabrennbahn

Dinslaken: Wohnquartier auf Trabrennbahn

Grenzwerte für Stickstoffdioxid-Belastung der Luft wurden 2017 eingehalten, berichtete die Verwaltung im Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss.

Vor der Sommerpause soll die Lenkungsgruppe "Trabrennbahn-Areal", die aus Vertretern der Politik und der Verwaltung bestehen wird, mit ihrer Arbeit beginnen. Gestern wurden im Planungs-, Umweltschutz-, Grünflächen- und Stadtentwicklungsausschuss von den dort vertretenen Fraktionen die ersten Namen der künftigen Mitglieder genannt. Diese Liste wird weiter vervollständigt und dann vom Rat am 20. März beschlossen.

Das Trabrennbahn-Gelände soll zu einem neuen identitätsstiftenden Wohnquartier entwickelt werden. Aufgabe der Lenkungsgruppe wird es sein, den anstehenden Prozess zu organisieren und zu steuern. Dazu gehört auch die Erarbeitung eines räumlichen Leitbildes als Vorbereitung und planerische Grundlage zur künftigen Entwicklung des Trabrennbahn-Areals.

Zum 31. Dezember 2020 soll das Pachtverhältnis für das Trabrennbahngelände zwischen der Stadt Dinslaken als Besitzerin und dem Niederrheinischen Trabrennverein Dinslaken aufgehoben werden. Ist dies vollzogen, kann dieser Bereich einer neuen Nutzung zugeführt werden. Es handelt sich um eine etwa 16 Hektar große Fläche. Gedacht ist daran, dort Wohnraum - explizit auch preisgünstigen - zu schaffen und durch positive Synergien zur Stärkung der Infrastraktur der Innenstadt beizutragen.

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Einige der Bürger, die gestern als Zuhörer an der Sitzung des Ausschusses teilnahmen, interessierte besonders das Thema Otterstraße, an der ein kleines Wäldchen abgeholzt worden ist. Ob dieser Bereich auch in den Bebauungsplan für das Trabrennbahngelände einfließen würde, wurde in der Einwohnerfragestunde gefragt. "So weit sind wir noch nicht", antwortete Corinna Schaade-Reske von der Verwaltung. Für die SPD forderte deren Sprecher Sezgin Özen, dass die Kommune den jetzt abgeholzten Bereich, der wieder aufgeforstet werden sollte, im Blick behält.

Die aktuellen Ergebnisse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) zur Stickstoffdioxid-Belastung der Luft in Dinslaken liegen vor, wie Schaade-Reske den Ausschussmitgliedern mitteilte. Für das Jahr 2017 werde auch an der Messstation Hünxer Straße keine Überschreitung des Grenzwertes, der im Jahresmittel bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt, mehr ausgewiesen. Für die Hans-Böckler-Straße sei ein Wert von 35 ermittelt worden, für die Wilhelm-Lantermann-Straße von 36.

(hsd)