Wölfin ist meist in Hünxe unterwegs

Dinslaken : Förster Herbrecht: Wölfin meist in Hünxe unterwegs

Beleg, dass die Natur im Kreis Wesel in Ordnung ist.

Für Revierförster Michael Herbrecht wäre nicht verwunderlich, wenn die Wölfin, die bisher vor allem in Schermbeck verortet wurde, bis Dinslaken gelaufen wäre und dort ein Schaf gerissen hätte. „Die Wölfin hat einen riesigen Bereich“, sagt er, könne bis zu 70 Kilometer in der Nacht laufen. „Schermbeck, Hünxe, Dinslaken, das ist für sie keine Entfernung.“

Aktuell würde sie sich vorwiegend im Hünxer, Gartroper, Bruckhausener Wald aufhalten. Das würden „zahlreiche Risse“ in der letzten Zeit belegen. „Für die Schäfer ist das höchst ärgerlich“, weiß Herbrecht, der selbst Schafe hält. Dennoch: „Wir freuen uns, dass die Natur hier so in Ordnung ist, dass ein solch seltenes Raubtier hier lebt.“ Wenn die Wölfin ein halbes Jahr hier ansässig ist, würde der Kreis zum Wolfsgebiet erklärt. Im November wäre diese Zeit um. „Dann wären wir die ersten in NRW, die einen territorialen Wolf haben. Darauf können wir stolz sein.“ Aber, so sagt Herbrecht: „Es muss für den Menschen sicher bleiben.“ Derzeit sei die Wölfin „extrem scheu, hat richtig Angst vor Menschen.“ Sie im Wald zu sehen, sei so gut wie unmöglich. Solange das der Fall sei, „besteht für Menschen keinerlei Gefahr“. Erst wenn die Menschenscheue verloren ginge „würde eine Gefahr bestehen“. Deswegen darf sie nicht angelockt oder gefüttert werden. Das Forstsamt Niederrhein hat u.a. Kameras im Wald verteilt. „Wir beobachten die Wölfin ganz genau, damit wir immer für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen können.“

(aha)
Mehr von RP ONLINE