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Dinslaken: Winnetous treue Krieger

Dinslaken : Winnetous treue Krieger

Ein Wochenende lang gab es bei den Karl-May-Tagen Rauchzeichen über Neukirchen-Vluyn. Geboten wurden eine öffentliche Pressekonferenz mit den Stars Marie Versini und Chris Howland, ein Galaabend und ein Indianerfest.

Ein gewisser Stolz war unverkennbar. Fritz van Rechtern hatte sich von Marie Versini eine Widmung in das gerade erstandene Buch "Ich war Winnetous Schwester" schreiben lassen. Marie Versini, Autorin wie international bekannter Star, spielte Winnetous Schwester Nscho-tschi. Im Rahmen der Karl-May-Tage gab es am Samstag im Neukirchener Rathaus ein Treffen mit denjenigen, die national wie international den Mythos Karl May und seiner Kunstfiguren pflegen. Marie Versini, extra aus Paris an den Niederrhein gereist, wie Chris Howland gehörten dazu, die in lockerer Erzähllaune von den damaligen Dreharbeiten im Sitzungssaal vor Fans erzählten.

Erinnerungen an Dreharbeiten

"Die Drehzeit war für mich ein Traum und die Rolle der Nscho-tschi sehr wichtig in meinem Leben", erzählte Marie Versini. Chris Howland meinte hingegen: "Mein Leben bei Winnetou war ein bisschen komisch", und erinnerte an seine Rolle als Jefferson TuffTuff. Er habe viel gewartet während der Drehtermine. "Der Campingplatz war schön", lachte Howland, der in seinem neuen Buch "Yes, Sir" diesen Erinnerungen zwei Kapitel widmete. Schon am Freitag Abend gab es bei der Lesung davon Kostproben, bei der Bürgermeister Bernd Böing den Lesepart des Häuptlings Winnetou übernommen hatte.

Bereits zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag ging Prof. Dr. Werner Jung in der Kulturhalle der Faszination von Winnetou und der Generationen prägende Wertevorstellung von Gut und Böse auf den Grund. Ein Wiedersehen mit den Stars, die in den Karl-May-Filmen mitwirkten, gab es am Samstag Abend in der Kulturhalle beim Galadiner. Das Programm zu Feuerwasser, Steppenschwein mit Lagerfeuerromantik bot unterschiedliche Highlights wie Indianertänze der Düsseldorfer Gruppe German Lakotas, Indianertrommeln, Tanzeinlagen wie CanCan der Gruppe La Balance oder den Line Dancern. Viele Autogramme schrieben für ihre Fans Marie Versini und Chris Howland. Abgesagt hatten Martin Böttcher, der die unvergesslichen Winnetou-Melodien komponierte wie auch der Sohn von Lex Barker. Ein Potpourri ihrer schönster Lieder lieferte Dunja Rajter, die in ersten Winnetou-Film als Bardame Belle mitwirkte. High-noon auf der Halde Norddeutschland hieß es am Sonntag. Vor den Tipis auf dem Pueblo-Plateau drehten sich die Traumfänger im Wind. Das Indianer- und Cowboyfest für Groß und Klein "ist schon etwas Besonderes", meinte Karin Schüring, die zusammen mit ihrer Line-Dance Truppe Yukon-Saloon zur Halde gekommen war.

(RP)