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Wieder ein Schaf in Hünxe gerissen - Wolf im Verdacht

War es der Wolf? : Wieder ein Schaf in Hünxe gerissen

Züchter Kurt Opriel beklagt wieder ein totes Tier in einer seiner Herden.

In der Nacht zu Donnerstag ist erneut ein Schaf des Hünxer Züchters Kurt Opriel getötet worden, mutmaßlich durch einen Wolf. Der Vorfall ereignete sich auf einer Wiese am Wohnhaus der Familie am Hohen Wardweg, etwa 40 Meter entfernt vom Gebäude.

Opriel fand das tote Tier um 7.15 Uhr bei seiner üblichen morgendlichen Kontroll-Tour. Bei ein oder zwei weiteren Schafen der übrigen etwa 15 Tiere auf der Weide hatte er den Eindruck, dass sie etwas humpelten; offensichtliche Verletzungen gab es aber nicht.

Es ist bereits das neunte Mal, dass es zu einem Angriff auf eine von Opriels Herden kommt. Derzeit ist das Senckenberg-Institut noch damit beschäftigt, anhand von DNA-Nachweisen zu überprüfen, ob die Angriffe in den Nächten vom 10. zum 11. und vom 16. zum 17 November auf Opriels Schafe ebenfalls auf das Konto eines Wolfs gehen. Grundsätzlich wird angenommen, dass zum Beispiel auch Hunde Weidetiere verletzen oder umbringen könnten. Bei den bisher in der Region getesteten Fällen war das aber nicht der Fall.

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 Bei dem getöteten Tier handelt es sich um einen Zuchtbock, der rein finanzielle Verlust ist also noch etwas höher als in anderen Fällen.Kurt Opriel berichtet, dass er nach seiner Entdeckung umgehend versucht habe, das Landes-Umweltamt (Lanuv) zu informieren, damit der zuständige Wolfsberater zu ihm kommt. Die Telefonzentrale im Lanuv habe ihn beim ersten Mal aus der Leitung geworfen, erst gegen 11.30 Uhr und nach mehreren Anrufen haben man sich bei ihm zurückgemeldet.

Der Besuch des Wolfsberaters wurde für Donnerstagnachmittag angekündigt. Der Schafhalter ist inzwischen zutiefst enttäuscht über die aus seiner Sicht fehlende Hilfestellung durch die Behörden. „Die sollen mir wirklich mal sagen, was ich noch machen soll, um meine Tiere zu schützen“, sagt er. Im aktuellen Fall ist das Raubtier über einen 1,22 Meter hohen, unter Strom stehenden Zaun gesetzt. „Man sieht auch, wo der Wolf Kratzspuren auf der Wiese hinterlassen hat, um da rüber zu springen“, schildert Opriel. „Und wir haben akribisch auf den Zaun geachtet, haben extra Pfähle eingesteckt, damit er nirgendwo durchhängt.“

(szf/hs)