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Voerde: Werner Ellenberger will als Unabhängiger in den Stadtrat

Voerde : Werner Ellenberger will als Unabhängiger in den Stadtrat

Der aus der FDP ausgetretene ehemalige Ratsherr Werner Ellenberger hat nun offiziell seine Kandidatur als Unanhängiger für den Stadtrat erklärt. Damit bewerben sich in Voerde erstmals parteilose Einzelbewerber (ein weiterer ist Frank Rutert) um einen Sitz im Rat.

Einzelbewerber sind nicht über die Liste einer Partei oder Wählergemeinschaft abgesichert. Sie werden nur dann im künftigen Rat vertreten sein, wenn es ihnen gelingt, in ihren Wahlkreisen die Stimmenmehrheit zu erringen.

Warum sich Ellenberger keiner anderen Partei oder Wählergemeinschaft anschließt, begründet er mit innerparteilichen Zwängen zu einem geschlossenen Abstimmungsverhalten. "Zuletzt haben wir das beim Bürgerentscheid gegen die Umbenennung der Hindenburgstraße erlebt, wo sich nicht ein einziger der erklärten Umbenennungsgegner innerhalb der SPD getraut hat, gegen die Parteilinie abzustimmen." Ellenberger will nun beweisen, dass bürgernahe Kommunalpolitik ohne die Zugehörigkeit zu einer Partei oder Wählergemeinschaft möglich ist. Unter www.eberger.de hat er einen Blog eingerichtet. Hier möchte er regelmäßig über Voerder Kommunalpolitik informieren und diskutieren.

Kritik äußerte Ellenberger an der WGV, die nach seiner Meinung die Haushaltslage der Stadt vollkommen ausblendet. Statt einen notwendigen Stellenabbau im Rathaus zu diskutieren, wolle die WGV den Personalbestand des Rathauses durch die Neueinstellung eines Umweltberaters sogar noch ausdehnen. Nach Meinung Ellenbergers gibt es innerhalb der Verwaltung und innerhalb der Politik genug Sachkompetenz, um sinnvolle Möglichkeiten zur Energieeinsparung auszuloten.

"Es muss schon verdammt viel Energie eingespart werden, damit sich ein jährliches Gehalt von vielleicht 39.000 Euro gegenrechnet."

(RP)