Dinslaken: Weniger Schulen, sinkende Schülerzahlen

Dinslaken : Weniger Schulen, sinkende Schülerzahlen

Mehr Viertklässler wechseln aufs Gymnasium. Dies geht aus nun veröffentlichten Statistik hervor.

Die Stadtverwaltung hat nun die Schulstatistik für das Schuljahr 2017/18 vorgelegt. Der Bericht enthält die genauen Schülerzahlen sowie die Anzahl der gebildeten Klassen inklusive Vergleichszahlen ab dem Schuljahr 2013/14, die Anzahl der deutschen und ausländischen Schüler, die Übergänge aus Klasse 4 sowie die Aufnahmen in die Sekundarstufe II und auch die Schuleinpendler sowie Schulauspendler.

Die Schülerzahlen und die Anzahl der gebildeten Klassen sind seit dem Schuljahr 2013/14 kontinuierlich gesunken: Während die Statistik im Schuljahr 2013/14 noch 7120 Schüler an allen hiesigen Schulen aufwies, sind es im Schuljahr 2017/18 noch 6902. Im Schuljahr 2013/14 gab es in Dinslaken noch 242 Klassen, im Schuljahr 2017/18 sind es 227. Auch die Anzahl der Schulen in der Stadt ist seither gesunken: Nach dem Schuljahr 2013/14 lief die Jeanette-Wolff-Realschule aus, in den Jahren darauf folgten die Auflösungen der Gemeinschaftshauptschule Volkspark, der Fröbelschule an der Windmühle und der Hauptschule im Gustav-Heinemann-Schulzentrum (GHZ).

Der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund variiert. Viele Grundschüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit oder Migrationshintergrund besuchen die Gemeinschaftsgrundschule Lohberg sowie die Klaraschule (Bruch/Lohberg) und die Gartenschule (Innenstadt).

An der GGS Lohberg haben 133 von 170 Schülern ausländische Wurzeln (78,24 Prozent), an der Klaraschule sind es 126 von 198 (63,64 Prozent) und an der Gartenschule 130 von 213 (61,03 Prozent). Am wenigsten Grundschüler mit ausländischen Wurzeln listet die Moltkeschule in Hiesfeld: Hier haben 23 der 193 Schüler einen Migrationshintergrund, also lediglich 11,92 Prozent.

Bei den weiterführenden Schulen in Dinslaken haben Friedrich-Althoff-Schule (FAS) und Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS) die meisten Schüler mit ausländischen Wurzeln: 254 von 575 Schülern (44,17 Prozent) beziehungsweise 412 von 1268 Schülern (32,49 Prozent). Die Realschule im GHZ hat einen Migrantenanteil von 28,63 Prozent - 205 der 716 Schüler haben hier ausländische Wurzeln. Für das GHZ-Gymnasium listet die Verwaltung sechs der insgesamt 554 Schüler mit Migrationshintergrund (1,08 Prozent), am Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) sind es 126 von 753 Schülern (16,73 Prozent), am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) 198 von 728 Schülern - also 27,2 Prozent.

Insgesamt 553 Kinder haben in Dinslaken im Schuljahr 2017/18 auf eine weiterführende Schule gewechselt. Der höchste Anteil wechselte an ein Gymnasium (224 Schüler, 40,51 Prozent (Vorjahr 2016/17: 33,40 Prozent), danach folgen Gesamtschule (199 Schüler, 35,99 Prozent (Vorjahr: 34,32 Prozent), Realschule (79 Schüler, 14,29 Prozent (Vorjahr: 20,59 Prozent) und Sekundarschule (46 Schüler, 8,32 Prozent (Vorjahr: 10,02 Prozent). In die Einführungsphase (EF) der gymnasialen Oberstufe wechselten insgesamt 295 Schüler, in die Klasse 11 der EBGS 96.

168 Kinder aus den umliegenden Städten (Voerde, Hünxe, Wesel, Duisburg und Oberhausen) besuchen Grundschulen in Dinslaken. Besonders hoch ist die Anzahl der Einpendler an der Moltkeschule: 123 der 193 Kinder kommen aus Duisburg und Oberhausen, das sind 63,73 Prozent der Schülerschaft an der Moltkeschule. Die hiesigen Gymnasien besuchen 457 Schüler aus umliegenden Kommunen, 152 Schüler sind es an der EBGS und 115 Schüler an der FAS.

Mindestens 178 in Dinslaken lebende Schüler besuchen Schulen in Voerde, Hünxe, Wesel und Duisburg. Acht davon sind Grundschüler. Die Auspendler nach Oberhausen sind bislang noch nicht erfasst worden.

(akw)
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