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Hünxe: Weitere Bedenken gegen Windräder auf Halde

Hünxe : Weitere Bedenken gegen Windräder auf Halde

Die geplante Errichtung zweier Windkraftanlagen auf der der Halde Lohberg-Nord durch die Mingas Power GmbH, einer Tochter der Evonik (früher RAG), stößt in der Gemeinde Hünxe weiterhin auf Kritik.

Aus dem nun vorliegenden Schattenwurfgutachten geht zwar hervor, dass die zulässigen Immissions-Grenzwerte zur nächstgelegenen Wohnbebauung (Meesenweg 41 und 45) nicht überschritten werden. Möglicherweise stören die Schattenwürfe der 140 Meter hohen Windräder jedoch Verkehrsteilnehmer, die in Bruckhausen unterwegs sind.

Dies geht aus der Verwaltungsvorlage für die Sitzung des Hünxer Planungsausschusses am Montag, 30. August, Beginn 17 Uhr, im Rathaus hervor.

Standfestigkeit prüfen

Es gibt eine Reihe anderer Bedenken und Anregungen aus der Politik, die der Kreis Wesel auf Wunsch der Gemeinde einer kritischen Prüfung unterziehen soll. Dazu gehört die so genannte optische Bedrängung, die entstehen kann, wenn Windkraftanlagen im Umfeld von Wohngebäuden errichtet werden. Die Gemeinde Hünxe regt zudem an, das Gebäude Meesenweg 28 in die Schallschutz- und Schattenwurfuntersuchung einzubeziehen.

Hünxe wehrt sich seit vielen Jahren gegen den Wildwuchs von Windenergieanlagen und damit verbundene "Verspargelung" der Landschaft. Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Wesel soll nun prüfen, ob der Bau der Windräder auf der Halde gegen die Ziele und Grundsätze der Landesplanung verstößt.

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CDU-Kreistagsmitglied Dr. Heinrich Peters aus Bruckhausen hatte vor Wochen bereits Bedenken zur Gründung der Windräder geäußert: "Die Fundamente dieser riesigen Windräder werden erhebliche statische Probleme in dem geschütteten Boden der Halde verursachen." Auch dieser Problematik soll der Kreis Wesel nachgehen.

Gefahr für Greifvögel

Zu prüfen ist ferner, ob die Windräder möglicherweise Greifvögeln, die im Bereich der Halde leben, gefährlich werden können. Der Gemeinde Hünxe ist zwar nicht bekannt, ob dort tatsächlich Greifvögel leben. Es liegen jedoch Hinweise vor, denen nachgegangen werden sollte, wie Bauamtsleiter Peter Strube in der Verwaltungsvorlage für den Planungsausschuss schreibt. Letzte Anregung der Gemeinde: Der Kreis Wesel soll untersuchen, ob der geplante Bau der Windräder im Einklang mit dem Rahmenbetriebsplan steht.

Ausbau Schloss Gartrop

Des Weiteren wird sich der Ausschuss am Montag mit den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten von Schloss Gartrop befassen. Wie berichtet, gehen die in die letzte Phase. Nördlich der Rentei will Besitzer Dr. Peter Blumrath 105 Stellplätze sowie einen Heizraum und ein Holzschnitzellager errichten.

Unter dem Vorbehalt, dass das Rheinische Amt für Denkmalpflege grünes Licht gibt, hat die Gemeinde Hünxe keine Einwände gegen den Bauantrag. Gleiches gilt für Blumraths Antrag auf Umbau der Remise in Veranstaltungsräume sowie ehemaliger Ställe in eine Wohnung und drei Hotelzimmer.

(RP)