Weihnachtsmarkt in der Zechenwerkstatt Lohberg feiert Premiere

Bunt und windgeschützt: Weihnachtsmarkt trifft Industriekultur

In der Zechenwerkstatt auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Lohberg lädt die Freilicht AG zum Weihnachtsmarkt, der vom Scholtenhof hierher gezogen ist. Die Gäste sind angetan vom neuen Ort.

Während auf dem Zechengelände Lohberg die Windböen die Regentropfen durch die Luft peitschen, herrscht im Inneren der Zechenwerkstatt angenehme Weihnachtsatmosphäre. Das Team der Freilicht AG um Geschäftsführerin Lea Eickhoff hat das Industriegebäude in eine weihnachtliche Stimmung versetzt. Lichter leuchten, Tannengrün schmückt die Wände oberhalb der Stände. „Das ist eine tolle Atmosphäre hier. Das haben sie wirklich toll hinbekommen“, kommentiert eine Besucherin den Anblick der festlich gestalteten Zechenwerkstatt. In der großen Halle sind alle Winkel ausgefüllt mit den Ständen der verschiedenen Anbieter. „Wir mussten einige Stände verkleinern im Vergleich zum Scholtenhof, aber dafür konnten wir die Vielfalt des Angebots erhalten“, erklärt Lea Eickhoff, die mit ihrem Team den Weihnachtsmarkt am neuen Standort organisiert hat.

Von einem der Stände sind langgezogene Gongtöne zu vernehmen, die fast durch die gesamte Halle klingen. „Ich läute hier den Weihnachtsmarkt genau so ein, wie ich es 25 Jahre lang am Scholtenhof gemacht habe“, erklärt Gerhard Bosche. Seinen Stand mit verschiedenen Instrumenten und Klangspielen, die von einer mit Wasser gefüllten Vogelstimmenpfeife über diverse Trommeln und Percussions bis hin zu den großen Gongs reichen, hat er komplett vom Scholtenhof an den neuen Standort in der Zechenwerkstatt Lohberg geschafft. „Das Team der Freilicht AG hat da wirklich großartige Arbeit geleistet“, sagt er. Natürlich ist die Atmosphäre in der Zechenwerkstatt eine andere, als auf dem Bauernhof, ebenso wie die Örtlichkeit der einzelnen Stände.

„Man hat hier am Ende der Halle keinen wirklichen Durchgangsverkehr, wie auf dem Scholtenhof, aber die Menschen kommen her“, sagt Gerhard Bosche. Wie gut der Weihnachtsmarkt am neuen Ort ankommt, müsse man allerdings erstmal abwarten.

Gerhard P. Bosche ist mit seiner Klanghütte vom Scholtenhof in die Maschinenhalle nach Lohberg gezogen. Ronja und Lennie  probieren ein paar Klangspiele aus. Foto: Martin Büttner

Ansonsten ist der Weihnachtsmarkt vom Start weg relativ belebt. Viele Besucher kommen, schauen an den Ständen und entdecken dort viele selbst hergestellte Dinge, von kleinen Dekoideen zur Weihnachtszeit über Kugelschreiber, Füllfederhalter und Tabletstifte aus Holz, Holzbänke, Filzfiguren und künstlerische Fotografien oder Kunstwerke.

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Die meisten der Anbieter waren auch schon beim Weihnachtsmarkt auf dem Scholtenhof in Eppinghoven mit von der Partie, aber hier und da gibt es immer auch etwas Neues zu entdecken für die Besucher. So bietet zum ersten Mal die Freilicht AG selbst einen eigenen Stand an. „Beim Fantastival haben wir ja immer externe Gastronomie da. Jetzt haben wir zum ersten Mal einen eigenen Glühweinstand“, erzählt Lea Eickhoff.

Zum Auftakt des ersten Weihnachtsmarktes in der Zechenwerkstatt ist sie ganz zufrieden. „Viele der Besucher kommen hier rein und staunen erstmal“, erzählt die Geschäftsführerin der Freilicht AG. „Und auch die Aussteller sind ganz zufrieden.“

Besucher und Aussteller dürften sich bei heftigen Windböen und Regenschauern vor allem darüber freuen, in der Zechenwerkstatt vor den Wettereinflüssen geschützt zu sein.

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