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Voerde: Warnbaken sorgen für Ärger

Voerde : Warnbaken sorgen für Ärger

Behelfssituation auf Friedrichstraße für Möllener eine Verkehrsgefährdung

Aus der Ferne betrachtet scheint es, als seien die beiden Warnbaken, die auf der Friedrichstraße in Möllen in Höhe der Hausnummern 45 und 47 stehen, nach Bauarbeiten vergessen worden - schließlich ist von einer Baustelle dort seit längerem nichts mehr zu sehen. Doch der Eindruck trügt. Die Warnbaken führen den in Richtung Dinslakener Straße fahrenden Verkehr an einer großen, in die Fahrbahn eingelassenen Abdeckung vorbei. Darunter liegt ein Schacht, der zum Möllener Hochwasserschutz gehört. Vor zwei Jahren wurden die Arbeiten zur Schaffung eines Walls entlang des Lohberggrabens zwischen Hochbahn und Hauerlandstraße abgeschlossen. Die Abdeckung beschäftigt die Stadt bis heute. Diese sei nicht fachgerecht ausgeführt worden, sagt Wilfried Limke, 1. Betriebsleiter des Kommunalbetriebs (KBV). Folge: Das Überfahren der Abdeckung erzeugte Lärm, der nicht nur die unmittelbaren Anwohner störte.

Weil die Quelle aber zunächst unklar war, nahm die Stadt dort Messungen vor. Es stellte sich heraus, dass der beim Überfahren der Schachtklappe entstehende Schall sich über das Kanalsystem fortsetzte. Also entschied die Stadt, den Verkehr bis zur Behebung der Mängel an der Abdeckung vorbei zu lenken. Hermann Rau, Richard Marx, Gert Kottowski und Felix Polzin dauert diese Behelfsregelung inzwischen zu lange. "Fehler passieren", äußert Richard Marx Verständnis, aber in der langen Zeit "hätte das geregelt werden müssen". Die vier Möllener ärgert die lange Behelfssituation, weil sie in ihren Augen eine Verkehrsgefährdung darstellt. Immer wieder komme es zu brenzligen Situationen. Gert Kottowski hatte dort selbst beinahe einen Unfall. Die Verkehrsteilnehmer müssen den Warnbaken teils weiträumig - auch Linienbusse fahren dort - ausweichen, wobei ihnen eine Kurve die Einsicht in den entgegenkommenden Verkehr erschwert. Die Stadt bewertete die Verkehrssituation auf der Friedrichstraße laut Limke nicht so, dass dort aufgestellte Warnbaken "unverträglich" wären. Rau, Marx, Kottowski und Polzin fragen sich, warum die Abdeckung nicht in den neben der Straße liegenden Grünstreifen eingelassen wurde - so wie es auf Höhe der Hauerlandstraße gemacht wurde. Limke erklärt, dass dies in dem Fall aufgrund der Leitungsführung nicht anders möglich gewesen sei. Um die Schacht-Abdeckung "betriebstauglich" zu machen, musste diese schallgedämpft werden. Nun fehlen noch die letzten Arbeiten, die aber laut Limke bald erledigt sein sollen.

(P.K.)