Dinslaken: Walsumer Tor bleibt ein Zukunftsprojekt

Dinslaken : Walsumer Tor bleibt ein Zukunftsprojekt

Architekt Bernhard Maaß will mit einem Turm vor dem Gewerbehaus an das frühere Südtor der Stadt Dinslaken erinnern. Umgestaltung des Eingangsbereiches in die Altstadt steht nicht oben auf der Prioritätenliste der Kommune.

Die Neugestaltung des Bereiches Walsumer Tor "ist eine Aufgabe, mit der sich Verwaltung noch beschäftigen muss, "die in der Priorität aber nicht weit oben steht", wie Thomas Palotz, Planungsdezernent der Stadt Dinslaken, sagte. Bernhard Maaß vom Architekturbüro Kleiböhmer und Partner aus Hamminkeln, der als Architekt für die Revitalisierung des Gewerbehauses an der Duisburger Straße verantwortlich zeichnet, hat sich vor einiger Zeit mit einer Gestaltungsidee für den Bereich Duisburger Straße, Wiesenstraße zu Wort gemeldet. Maaß möchte das gemauerte Rondell vor dem Gewerbehaus, in dem gegenwärtig Mülltonnen stehen, in einen Turm umfunktionieren.

Damit will er nicht nur den Eingang zur Altstadt optisch aufwerten und einen baulichen Akzent setzen, sondern auch daran erinnern, dass das frühere Südtor (auch genannt Walsumer Tor) der Stadt Dinslaken früher einen Turm, beziehungsweise zwei Türme hatte. Daran erinnert auch die Tafel, die sich rechts neben dem Haupteingang des Gewerbehauses an der Fassade befindet. Einige erste Entwürfe, wie der Turm aussehen könnte, hat Maaß bereits angefertigt und im Ladenlokal des Gewerbehauses ausgestellt. Einen gerahmten Entwurf hat der Architekt dem Dinslakener Planungsdezernent überreicht, als er diesen vor einiger Zeit im Technischen Rathaus besuchte. Die Idee des Turm-Projektes höre sich, so Thomas Palotz, interessant an, Details seien ihm nicht bekannt, zu klären sei zudem die Frage der Finanzierung dieses Vorhabens.

Vor etwa vier Jahren wurde ein Wettbewerb zur Umgestaltung des Walsumer Tores veranstaltet, da die Eingangssituation in die Altstadt über die Duisburger Straße grundsätzlich verbessert und der Zugang repräsentativer werden sollte. Damals entstand ein erster Entwurf. Die Pläne bekommen neue Aktualität, wenn das Areal der Trabrennbahn in die Entwicklung geht, die Anbindung (auch die fußläufige und radfahrliche) dieses Bereiches an die Altstadt und die verkehrliche Situation verbessert werden sollen. Eine Einschätzung, ob das umgestaltete Walsumer Tor einen Turm, ein Monument oder ein Symbol benötigt, ob die dortige städtebauliche Situation mit einem Motiv gestärkt werden sollte, wollte Thomas Palotz noch nicht abgeben, denn dafür sei es noch zu früh. Wenn denn am Gewerbehaus ein Turm entstehen sollte, dann sei auch zu überlegen, ob man ihm eine spezielle Nutzung gebe, so der Planungsdezernent. Das ist aber alles noch Zukunftsmusik.

Im Zuge der Innenstadtentwicklung gibt es noch einige Projekte, die angegangen werden sollen. Dazu gehören beispielsweise der Kreisverkehr am Rathaus, der Platz vor der Post und auch das Eppinghovener Tor. Alle diese Vorhaben stehen, wie das Walsumer Tor, gegenwärtig aber nicht oben auf der Prioritätenliste. Momentan geht es vielmehr um die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und den Umbau der Kathrin-Türks-Halle.

(hsd)
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