Voerde/Wesel: Volksbank zieht positive Bilanz 2016

Voerde/Wesel : Volksbank zieht positive Bilanz 2016

Höhere Bilanzsumme und mehr Mitglieder, aber weniger Mitarbeiter.

Auf das gerade abgelaufene Geschäftsjahr blickt der Vorstand der Volksbank Rhein-Lippe überaus zufrieden zurück. Denn es wurden nicht nur umgebaute Zentrale am Großen Markt in Wesel mit zahlreichen Gästen neu eröffnet, sondern auch gute Geschäfte getätigt. So verkündete Vorstandsmitglied Ulf Lange gestern, dass die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent auf 990,4 Millionen Euro gestiegen sei. "Wir sind mit der Ertragslage sehr zufrieden und werden auf dieser Basis selbstbewusst weitermachen", versprach er.

Erfreulich auch die Entwicklung bei den Kundeneinlagen: Deren Wert stieg um zwei Prozent auf 662,4 Millionen Euro. Außerdem konnte die Volksbank Rhein-Lippe 671 neue Mitglieder begrüßen, so dass die Gesamtzahl auf 22.366 angestiegen ist (plus 0,5 Prozent). Die Dividende lag stabil bei 4 Prozent. Außerdem erhielten sie Mitglieder einen Bonus in Höhe von 0,5 Prozent.

Besonders erfolgreich verlief das Geschäft der Immobilientochter, der Volksbank Immobilien Niederrhein GmbH, an der neben der Voba Rhein-Lippe und der Voba Dinslaken auch die Voba Niederrhein beteiligt ist. Kein Wunder also, dass die Zahl der vermittelten Objekte im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent angestiegen ist. Gut 100 Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen wechselten die Besitzer. Überhaupt sind Immobilien in Zeiten der Niedrigzinsphase eine beliebte Anlageform. Wobei Bankdirektor Gerd Hüsken erklärte, dass Immobilien in Dinslaken - wegen der Nähe zu Duisburg und Düsseldorf - deutlich teurer seien als beispielsweise in Wesel oder Hamminkeln.

Ulf Lange legte großen Wert auf die Feststellung, dass man vor allem die durch die niedrigen Milchpreise gebeutelten Landwirte nicht im Regen habe stehen lassen, sondern ihnen auch in schwierigen Zeiten unbürokratisch geholfen habe. Apropos Regen: Das Isselhochwasser hat vor allem in Ringenberg und Dingden zu hohen Schäden geführt. 350 Schäden, so Lange, seien durch die R+V-Versicherung schnell ausgeglichen worden.

Stolz ist man bei der Voba auf die 26 Lehrlinge, von denen neun demnächst ihre Abschlussprüfungen ablegen. Ihnen allen werden zunächst befristete Übernahmeverträge vorgelegt. Denn, so Lange: "Wir brauchen viele junge Bankkaufleute, um freie Stellen besetzen zu können." Insgesamt ist die Zahl der Mitarbeiter um fast sechs Prozent auf 244 gesunken.

Lange und seine Vorstandskollegen freuen sich übrigens schon auf die Jubiläumsfeier am 23. Juni in Götterswickerhamm. Denn dort wurde vor 150 Jahren der Grundstein für die heutige Genossenschaftsbank gelegt.

(RP)
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