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Voerder Künstlerin erhält Publikumspreis auf dem Kreativhof Lehmberg in Hamminkeln

Für Zeichnungen ausgezeichnet : Goldener Kreativ-Esel für Künstlerin Ina Puneßen

Für ihre Zeichnungen über „eselhaftes Verhalten“ erhielt Ina Puneßen einen goldenen Kreativesel.

Dukaten kackt er nicht, der Goldesel, den Ina Puneßen auf dem Kreativhof Lehmberg in Hamminkeln in Empfang nahm. Dennoch freut sich die Voerder Künstlerin riesig. Handelt es sich bei dem Tier doch um den goldenen Kreativ-Esel, der als Publikumspreis in der Kunstausstellung „Der Esel - ein Mul(t)italent?!“ vergeben wurde. Puneßen bekam ihn für ihre Zeichnungen verliehen. Gestiftet wird der Goldesel zum zweiten Mal von Norbert Schulters, um regionale Kunst zu unterstützen. Mit dem Publikumspreis sind in diesem Jahr ein Esel-T-Shirt (Entwurf Sabine Rixen) und zuckersüße Esel-Kunstwerke vom Kooperationspartner Hof Gores verbunden. Inge Gores, Vorsitzende des Vereins Eselfreunde NiederRhein, übergab die Preise.

Ina Puneßen thematisiert in ihren Werken eine missglückte Beziehung zwischen Mann und Frau und deren vermeintlich „eselhaftem“ Verhalten. Ihre Zeichnung „Esel sein, kann so schön sein“ zeigt einen sich genüsslich rekelnden potenten Mann in Badehose - die pure männliche Potenz zur Schau stellend. Die andere Zeichnung „Ich Esel, sagte die Frau und flog von dannen“ zeigt eine Frau, die sich von dem Typ Mann löst und eilig das Weite sucht. Ina Puneßen über Ihren Preis: „Ich freue mich sehr, dass meine Zeichnungen das Publikum angesprochen haben und der Goldesel bei mir einzieht.“

Die jährliche Herbst-Art auf dem Kreativhof Lehmberg bietet Kunst, die Künstler teilweise für karikative Zwecke spenden. Initiatorin Silke Noltenhans: „Mir macht es große Freude mit den Kindern und Jugendlichen kreativ zu wirken. Mir wird oft berichtet, wie begeistert sie zu Hause davon erzählen und wie stolz sie auf das sind, was sie erschaffen haben.“ Der goldene Kreativ-Esel wirbt für die lebendige Kultur in einer Gesellschaft. Jeder sollte Zugang zu Kultur bekommen, sagt Noltenhans. Ganz besonders wenn kein Geld vorhanden ist, sei Eigeninitiative gefragt – und zwar mittels engagierter Menschen, die wissen, dass Kultur die Basis für ein tolerantes Miteinander ist.