Voerde will Hundekotproblem in den Griff bekommen

Voerde : Beutelspender gegen Hundehaufen

Stadt will mit den an bestimmten Standorten aufgestellten Behältern erste Erfahrungen sammeln.

Immer wieder sorgt liegengelassener Hundekot auf öffentlichen Flächen für Unmut. Da bildet Voerde keine Ausnahme – auch dort gibt es neuralgische Stellen, wo man besser offenen Auges seines Weges gehen sollte, um nicht in Hundehaufen zu treten, die deren Halter nicht beseitigt haben.

Im Juni griff die SPD-Fraktion das Thema auf. Sie stellte den Antrag an die Verwaltung, ein Konzept zur Vermeidung von Hundekot zu erarbeiten. In ihrer Begründung stellte sie fest, dass das Stadtbild „zunehmend“ von liegengelassenem Hundekot „verunstaltet“ werde. Neben der „optischen Beeinträchtigung“ gingen von den Exkrementen „auch erhebliche gesundheitliche Gefahren aus“, argumentierten die Sozialdemokraten.

Vor einigen Wochen nun stellte die Stadt Voerde an bestimmten Standorten mit Beuteln bestückte Behälter auf – unter anderem am Helmut-Pakulat-Park, an der Allee, Haus Voerde, Küttemannsweg/Am Steg, an der Grünstraße/Tönningstraße, am Bürgerhaus Friedrichsfeld und im Park am Seniorenheim in Spellen.

15 Stück sind es insgesamt, wie der Erste und Technische Beigeordnete Wilfried Limke auf Anfrage erklärt. Ziel sei es, erste Erfahrungen zu gewinnen, wie ein solches Angebot von Hundehaltern angenommen wird.

In den sozialen Medien traf das Aufstellen des Spenders am Helmut-Pakulat-Park auf geteiltes Echo: Auf der einen Seite gab es positive Reaktionen – verbunden mit der Hoffnung, dass, sollte es mit den Beuteln funktionieren, die Kinder wieder auf der Wiese spielen können. Auf der anderen Seite wurden Stimmen laut, dass die vollen Hundekottüten achtlos weggeworfen werden. Die Stadt selbst berichtete jetzt, dass die Beutelspender und Entsorgungsbehältnisse „sehr gut angenommen“ würden, sagt Wilfried Limke. „Es gibt auch die eine oder andere ,Ansprache’ von Hundebesitzern, dass man sich sehr über dieses Angebot freue“, erklärt Wilfried Limke mit Verweis auf Aussagen vor Ort tätiger Mitarbeiter der Verwaltung. Der Erste und Technische Beigeordnete bittet im Namen der Stadt „sehr“ darum, dass dieses „auch wahrgenommen wird“.

Die Stadt will die Erfahrungen, die mit den in einem ersten Schritt installierten Hundekotbeutelspendern gemacht werden, evaluieren. Das Thema soll dann in der übernächsten Sitzung des zuständigen Arbeitskreises Sicherheit und Ordnung erneut beraten werden.

(P.K.)
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