Voerde: "Voerde kocht" ist auf einem guten Weg

Voerde : "Voerde kocht" ist auf einem guten Weg

Die erste Bilanz zum Feierabendmarkt fällt positiv aus. Der neugestaltete Marktplatz entwickelt sich zu einem Treffpunkt. Für das nächste Jahr setzen die Veranstalter auf mehr Abwechslung.

Spellen hat es, Möllen hat es, andere Stadtteile ebenso - das gewisse Zusammengehörigkeitsgefühl. "Klebe" nennt Maik Zimmermann, was ihm in der Voerder Innenstadt gefehlt hat. Und weswegen der Inhaber des Weinlokals "KM800" gemeinsam mit Ludger Ernsting (Café Flair), Dr. Peter Preußer (Werbegemeinschaft) und Christian Reselski im Juni überlegte, wie man in der Innenstadt einen Treffpunkt installieren könnte, etwas, das die Voerder an ihre Stadt, an ihren Markt bindet. Die Idee zum Feierabendmarkt war geboren. Viermal hieß es "Voerde kocht", zuletzt beim Finale am 16. September. Nun ist Pause. Zeit für eine Bilanz.

Ohne den Umbau des Marktplatzes hätte es wohl keinen Feierabendmarkt gegeben. Dann wäre der "KM800" nicht auf den Markt gezogen, hätte sich Maik Zimmermann, wie er sagt, nicht für den Platz interessiert. Bei unserem Gespräch sitzt er auf einer Bank vor dem Pavillon, schaut auf den sonnenbeschienenen Platz, in den Dampfschwaden des simulierten Rheins spielen Kinder. In der Mitte ragt der 15 Meter hohe Pegel in den Himmel. "Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters", findet Zimmermann. Man könne zum Pegel stehen, wie man wolle - auf jeden Fall sorge er für Diskussionen. Irgendwann, glaubt Christian Reselski, der im Orga-Team für die Werbung zuständig ist, könnte der Wasserstandsanzeiger zum Symbol für Voerde werden.

Den Markt samstags zu veranstalten, "war ein Risiko", bekennt Zimmermann. Man habe nicht mit den umliegenden Märkten wie in Dinslaken konkurrieren wollen. Die Veranstaltung auf den Samstag zu legen, entsprang einem "Bauchgefühl." Samstags habe man Zeit und müsse sich keine Sorgen machen, am Folgetag früh aufstehen zu müssen. Als beim letzten Termin viele Gäste zum wiederholten Mal da waren, hatte Zimmermann den Eindruck, dass sich der Markt schon ein wenig etabliert hat. Dass es in Voerde-Mitte doch so etwas wie "Klebe" gibt und die Menschen gerne dort bleiben.

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Auch das Konzept unterscheidet sich von dem der Dinslakener: keine klassischen Marktstände — und die Anbieter wurden im Kreis angeordnet. "Dann haben alle die gleichen Chancen und in der Mitte ist Platz, um Leute zu treffen." Die Resonanz war trotz des einen oder anderen Regenschauers gut, das Feedback positiv. Besonders gefreut hat die Veranstalter, dass der Bürgermeister einen Nachmittag für seine Bürger gekocht hat.

Vielleicht, so überlegen die Veranstalter weiter, können sie für noch mehr Abwechslung sorgen - sowohl, was die Themen, als auch was die Händler betrifft. Zum Start des Marktes sei es noch schwierig gewesen, Händler zu bekommen. "Die hatten ja alle schon für das Jahr geplant."

Nun haben schon einige Händler bei den Organisatoren angefragt. Ende März soll der erste Feierabendmarkt steigen - dann möglicherweise im Vier-Wochen-Takt, um das Konzept nicht abzunutzen und wegen des großen Aufwands. Kabel verlegen, Aufbau - "das machen wir ja alles selbst."

(aha)
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