Voerde: Kein Radfahren auf dem Rathausplatz

Fußgängerzone : Kein Radfahren auf dem Rathausplatz

Der Arbeitskreis „Sicherheit und Ordnung“ ist laut Beigeordnetem Peter Diederichs gegen die vom ADFC gewünschte Freigabe.

Die Stadt lehnt den Wunsch des ADFC Dinslaken-Voerde ab, den Rathausplatz für Radfahrer freizugeben. Selbst auf der Fläche vor dem Frankfurter Hauptbahnhof sei dies möglich, hatte Peter Diederichs, erster Vorsitzender des örtlichen Fahrradclubs, noch einmal argumentiert, als er sich vor einigen Tagen per Mail ans Rathaus nach dem Stand der Dinge erkundigte. Ohne Erfolg.

Die Verwaltung habe das Ansinnen im Arbeitskreis „Sicherheit und Ordnung“ behandelt, wie der Erste Beigeordnete Wilfried Limke erklärte. Das „einhellige“ Votum im Gremium sei negativ gewesen. Der Rathausplatz, mit dessen Neugestaltung parkende Autos von dort verbannt wurden, soll „verkehrsfrei“, sprich reine Fußgängerzone bleiben. „Der Platz lebt davon, dass er rund um die Uhr bespielbar ist“, so Limke. Der Arbeitskreis aus Vertretern von Verwaltung und Politik, in dem auch die Polizei gehört wird, sei der Auffassung, dass die Fläche in der jetzigen Nutzung gut funktioniere. Limke verweist mit Blick auf die Sicherheit auch auf die Kinder, die sich gern am Wasserspiel tummeln.

Bisher noch kein Ergebnis gezeigt hat die vor sechs Wochen geäußerte Ankündigung des Beigeordneten, dass die Stadt den an der Frankfurter Straße gelegenen Radweg an der Einmündung Bahnhofstraße rot einfärben und mit Piktogrammen  versehen will. Die Kommune würde dies anstelle von Straßen NRW tun. Der in dem Fall zuständige Landesbetrieb hatte Limke zufolge signalisiert, die Kosten dafür zu übernehmen. Das Material für die Arbeiten sei da, doch bevor es losgehen könne, müsse Straßen NRW zunächst die Oberfläche vorbereiten, sprich die Schlaglöcher ausbessern – was nach Aussage Limkes von Anfang dieser Woche noch nicht erfolgt war. Der Beigeordnete signalisierte die Bereitschaft, die vom ADFC auch für den Radweg im Bereich der Frankfurter Straße/Einmündung Hammweg geforderte Markierung „in einem Abwasch mitzumachen“ – auch da bei einer Kostenübernahme durch Straßen NRW.

Im Fall der vom ADFC angemahnten Radwegemarkierung im Bereich Steinstraße/Frankfurter Straße indes will die Stadt noch nicht tätig werden. Limke argumentierte mit der Planung, etwa in Höhe der Steinstraße eine Querungshilfe für Radfahrer zu schaffen, und mit der noch vorzunehmenden Festsetzung, wo genau diese angelegt wird. Bei der Realisierung hofft Voerde auf Mittel aus dem Landesförderprogramm „Grüne Infrastruktur“. Die Stadt habe das Vorhaben bei der Bezirksregierung vorgestellt und von dort positive Signale erhalten, es seien Mittel dafür in Aussicht gestellt worden, berichtete Limke.

Zu der Frage des ADFC-Vorsitzenden Diederichs, ob an der Querungshilfe eine Bedarfsampel vorgesehen wird, erklärte der Beigeordnete: An der neu geplanten Querungshilfe sei eine Bedarfsampel „nicht zwingend notwendig“, weil der Straßenraum weithin einsehbar sei.

Fest hält der Beigeordnete an seiner bereits vor sechs Wochen geäußerten Ablehnung, etwa auf dem Radweg an der Bahnhofstraße vom Bahnhof kommend bis zur katholischen Kirche am Akazienweg Fahrradbegegnungsverkehr zu ermöglichen. Damit möchte der ADFC ein mehrmaliges Queren der Straße vermeiden. Dies sei „nicht die Krönung allen Seins“, räumt Limke ein. Er weist aber auf die aus seiner Sicht bestehende Gefahr einer Unfallhäufung hin und bietet dem ADFC mit Blick auf die Suche nach einer möglichen anderen Lösung einen Ortstermin an.

(P.K.)