Voerde: Erster Gottesdienst in Gemeindezentrum an der Rönskenstraße gefeiert

Ev. Kirchengemeinde in Voerde : Erster Gottesdienst in neuem Gemeindezentrum gefeiert

Der neue Gebäudekomplex der Evangelischen Kirchengemeinde Götterswickerhamm an der Rönskenstraße wird für viele Zwecke genutzt.

Die Tür zum großen Raum, in dem gemeinsam mit der benachbarten evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Rönskenhof, soeben der erste Familiengottesdienst zu Erntedank gefeiert wurde, öffnet sich und viele Besucher geben sich wenig später im lichtdurchfluteten Foyer des neuen Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchengemeinde Götterswickerhamm ein Stelldichein. Draußen liegen Würstchen auf dem Grill, drinnen in der Küche köchelt Suppe in einem großen Topf. Es wird gemeinsam gegessen, man kommt miteinander ins Gespräch. Das Foyer lädt zum Zusammensein ein – Ziel erreicht.

Anfang September wurde der außen wie innen sehr modern daher kommende Gebäudekomplex, in dem auch die Evangelische Familienbildungsstätte (Fabi) ein neues Zuhause gefunden hat, eingeweiht. Baustart war im Spätsommer 2017. Geplant wurde das Haus vom Architekturbüro Hecker aus Düsseldorf, die Bauausführung lag in Händen des Architekturbüros Eberl und Lohmeyer aus Wesel.

Der große, in zwei Bereiche teilbare Raum ist für viele Zwecke gedacht: für besondere Gottesdienste wie an diesem Vormittag – als feste Gottesdienstorte fungieren die Kirche in Götterswickerhamm an der Grünstraße und „hin und wieder“ die in Möllen, erklärt Pfarrer Christoph Weßler. Zudem kann der multifunktionale Raum für Großveranstaltungen oder von der Fabi für Gymnastikstunden, der Frauenfrühstücksrunde oder den Konfirmanden genutzt werden, nennt Weßler einige Beispiele. Im Mittelteil des Hauses ist der Bürotrakt untergebracht, außerdem befinden sich unter dem Dach des neuen Gemeindezentrums unter anderem weitere multifunktionale Räume. Die große Küche sei auch für Gruppenkochen geeignet, berichtet Weßler.

Die Errichtung eines neuen Gemeindezentrums war nicht unumstritten. Gegner des Vorhabens hatten statt eines Neubaus die Sanierung bestehender Gebäude gefordert. „Es war ein ganz langer und mühsamer Prozess“, erinnert sich Weßler, der die Debatte aus der „Ferne“ betrachtete, war er zu dem Zeitpunkt doch noch in Friedrichsfeld tätig. An einer dezentralen Situation festzuhalten, hält er in Anbetracht der Entwicklung nicht für geboten: „Perspektive von Kirche ist ja, dass wir weniger werden“, erklärt er. Das alte Gemeindehaus Rönskenhof an der Friedhofstraße, wo im Jahre 1951 der erste Gottesdienst stattfand, wurde im Mai entwidmet. Beabsichtigt ist, die Glocke von dort in den Innenhof des neuen Gemeindezentrums zu holen und dafür einen kleinen Turm zu errichten. „Das wollen wir erhalten. Dafür sparen wir jetzt“, erklärt Pfarrer Weßler.

Der alte Rönskenhof soll abgerissen werden, wie Thomas Schröder, Presbyteriumsvorsitzender der Evangelische Kirchengemeinde Götterswickerhamm, erklärt. „In der Perspektive“, sagt Pfarrer Weßler, „soll dort Wohnbebauung hin.“ Die Gemeinde ist derzeit dabei, das Vorhaben gemeinsam mit der Firma Wohnbau Dinslaken zu entwickeln. Auf dem etwa 17.000 Quadratmeter großen Gelände sollen – „an die Umgebung angepasst“, sagt Schröder – Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Dabei soll, wie der Presbyteriumsvorsitzende erklärt, versucht werden, „den alten Baumbestand zu erhalten“.

(P.K.)
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