Vier lokale Bands spielen am Tender

Hünxe/Voerde : Die 208 Helfer von „Rock am See“

Ohne Ehrenamtliche keine Live-Musik: Mit ihrem Einsatz machen sie das heutige Benefizkonzert am Tenderingssee erst möglich. Vier lokale Bands treten auf.

Karina Qunaj zieht das neue „Kruh“-Shirt über. „Passt“, stellt sie fest. Sie und Peter Trapp gehören erstmals zum Helfer-Team beim Benefizkonzert „Rock am See - Tender“ am Samstag, 8. September. Lea-Sophie Trapp (9) freut sich schon auf die Veranstaltung – die Musik, die Hüpfburg und darauf, dass ihre Schulkameraden da sein werden. Es ist eben auch ein großes Familienfest – finden Karina Qunaj und Peter Trapp, die in den vergangenen Jahren nur Besucher waren: „Dieses Mal wollen wir nicht nur zugucken, sondern auch mitmachen“, sagt Trapp, der schon weiß, dass er am Eingang eingeteilt ist. Gleich wird er weitere Infos bekommen.

208 Helfer sind es in diesem Jahr – „so viele wie noch nie“, bestätigt Miriam Wiberny vom achtköpfigen Organisations-Team. Sie ist damit beschäftigt, Einlassbändchen und die „Kruh“-Shirts auszugeben – aus dem Bruckhausener Dorfbild sind Letztere inzwischen offenbar kaum noch wegzudenken. Viele der Gäste an diesem Abend tragen Shirts aus den Vorjahren. Für die Organisatoren läuft der Countdown, seit Donnerstag wird auf dem Gelände am Tenderingssee aufgebaut. Herausforderung sei in diesem Jahr gewesen, dass ein Fluchtweg an eine andere Stelle verlegt werden musste, sagt Miriam Wiberny. Pressearbeit, Anträge, Korrespondenz mit dem Ordnungsamt, Catering, Getränkebestellung – „jeder hat so seinen Part“, sagt sie. Im sechsten Jahr sind sie natürlich ein eingespieltes Team.

Ebenfalls nicht mehr aufgeregt kurz vor Festival-Start sind auch Stephanie und Andreas Gerigk: Sie sind seit dem ersten Mal mit dabei. Das Besondere? „Die lokalen Bands“, sagt Stephanie Gerigk. Und: Dass sie so viele bekannte Gesichter treffen. Da sei die Musik fast Nebensache, sagt Andreas Gerigk. Er wird am Merchandise-Stand eingesetzt, den gibt es in diesem Jahr erstmals beim Festival.

Über Freunde, Vereine, Familie und Schule kennen sich die meisten Helfer hier. So sind etwa auch Carmen Richli und Dörte Ruddeck vom amtierenden Thron der Schützen aus Bruckhausen vertreten. Sie betonen den sozialen Charakter der Veranstaltung. Denn die Erlöse kommen Kindern und Jugendlichen aus Einrichtungen in der Umgebung zugute. „Eine gute Sache, wir wissen, wo das Geld hingeht“, sagt Ruddeck. Ihre „Kruh“-Shirts tragen die Frauen noch nicht, dafür deuten ihre Outfits an, dass sie Fans von Rock-Musik sind. Denn auch wenn Samstag viel zu tun ist: „Die Musik läuft ja immer im Hintergrund“, sagen sie.

Auch Jana Kaninski will in diesem Jahr beim Festival mithelfen. Veranstaltungen im Sportverein habe sie früher auch immer mitorganisiert, berichtet sie. „Ich finde es cool, bei so etwas mitzuwirken“, sagt die 19-Jährige, die bereits Platz genommen hat, um der Einweisung der Organisatoren zu lauschen. „Ihr seid nicht irgendein Teil, ihr seid das Herzstück. Ohne euch würde es Rock am See nicht geben“, sagt Jens Andreas vom Organisations-Team. Auf einer Karte zeigt er dann das Festivalgelände; Benimmregeln und die Taschenkontrolle am Einlass werden besprochen. Auf den Festivalbändchen der Kinder sollen die Telefonnummern der Eltern notiert werden.

„Hat sich vielleicht noch jemand für die letzte Schicht am Merchandise-Stand gefunden?“, lautet die Frage einer Helferin. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: „Ich bleibe dann einfach länger“, sagt ein Mann spontan. Teamarbeit halt – wie jedes Jahr bei Rock am See.

(acf)
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