Dinslaken/Voerde/Hünxe: Viele Gäste bei Osterfeuern der Schützenvereine

Dinslaken/Voerde/Hünxe : Viele Gäste bei Osterfeuern der Schützenvereine

Am Karsamstag kamen viele Besucher zu den Brauchtumsfeuern, wie denen in Hiesfeld, Voerde und Hünxe.

Es ist ein vergleichsweise kleines Feuer, das auf einer Wiese neben der Halle des Bürgerschützenvereins Hiesfeld brennt. "Für ein großes Feuer haben wir keinen Platz. Unser Gelände ist von Bäumen eingerahmt", erklärt Vorsitzender Karl Zimmermann. Trotzdem sind mehr als 200 Menschen da. Denn das Osterbiwak, wie es die Schützen nennen, ist in Hiesfeld längst Tradition. "Im Prinzip sind alle Menschen im Stadtteil und darüber hinaus eingeladen", sagt Zimmermann. Und es ist nicht nur das Feuer, das die Menschen in die Nähe des Rotbachsees lockt. Für Kinder bieten die Schützen eine Ostereiersuche auf ihrem Gelände an. Außerdem gab es auch ein Preisschießen in der neuen Luftgewehr-Halle. "Wir freuen uns, dass wir so viele Besucher haben", sagt Zimmermann.

Das Wetter am Karsamstag ist für Osterfeuer bestens geeignet. Zumindest noch in den frühen Abendstunden. Auch beim BSV Germania Voerde haben sich viele Gäste eingefunden. Und auch hier steht das Rahmenprogramm für die jungen Besucher im Vordergrund. "Wir haben dieses Mal extra zwei Feuer. Ein kleines für die Kinder und ein großes für die Erwachsenen. Die Kinder müssen ja meistens schon früher nach Hause und sollten deswegen ihr eigenes Feuer bekommen", sagt Kassierer Karl Isselhorst. Außerdem sind auch hier zahlreiche Ostereier für die jungen Gäste versteckt. Gut 100 Besucher sind auf die Wiese der Schießanlage gekommen, obwohl der Verein im Vorfeld keine große Werbung gemacht hat. "Mittlerweile wissen die Menschen, dass hier am Samstag des Osterwochenendes ein Feuer stattfindet", sagt Karl Isselhorst. Und so kommen hier auch viele Besucher vorbei, die keine Mitglieder des Schützenvereins sind. Man macht sich also einen gemütlichen Samstagabend am Voerder Osterfeuer. Zumindest sieht es in den frühen Abendstunden noch danach aus, aber die im Verlauf des Abends einsetzenden Regenfällen dürfen vielen Osterfeuer-Besuchern zumindest zu späterer Stunde die Freude verleidet haben.

Damit haben die Mitglieder des Junggesellen-Schützen-Vereins (JSV) Hünxe keine großen Probleme. Denn am Ostersonntag bleibt es abends weitgehend trocken und so kann König Philipp Fuchs, gleichzeitig mit 29 Jahren das derzeit älteste Mitglied, in aller Ruhe das Osterfeuer entzünden. "Das war die letzte Gelegenheit für ihn und die hat er genutzt", sagt der Vorsitzende André Steinkamp. Denn mit 30 scheiden die Mitglieder aus dem Junggesellenschützenverein aus.

Wie immer hat man für das Osterfeuer Holz aus dem ganzen Kerngebiet der Gemeinde und dem Hünxer Wald eingesammelt, so türmt sich ein beachtlicher Haufen vor den Hunderten Besuchern auf. "Das Osterfeuer hat so eine lange Tradition, dass wir nicht mehr groß dazu einladen müssen. Es kommt auch so immer halb Hünxe", sagt Steinkamp. Dabei wäre, so betont er, das Spektakel mit riesigem Feuer und Ständen zur Versorgung der Besucher an der Ecke Hardtbergweg/ Binnenbruchweg ohne Sponsoren kaum zu stemmen.

(fla)
Mehr von RP ONLINE