Viele Besucher bei der Honigkirmes in Hünxe

Besucher loben familiäre Atmosphäre : Honigkirmes startet mit Bierdusche

Heike Kohlhase ließ als stellvertretende Bürgermeisterin beim Fassanstich in Hünxe den Gerstensaft spritzen.

Pünktlich um drei Uhr ertönten am Samstagnachmittag drei Böllerschüsse – sie waren das Startsignal für die Honigkirmes. Zum Auftakt spielten das Tambourkorps und das Jugendblasorchester Drevenack. Die stellvertretende Bürgermeisterin Heike Kohlhase begrüßte die Besucher, die bei schönstem Herbst- und optimalem Kirmeswetter nach Hünxe geströmt waren. Vor 40 Jahren habe sie sich auf der Honigkirmes verliebt, erzählt Heike Kohlhase – nicht in einen Mann, sondern in das Dorf selbst, das für sie und ihre Familie mittlerweile zur Heimat geworden ist. Sie wünschte allen „drei wunderschöne Tage“ und stach anschließend mit Heinrich Rühl, Vorsitzender des Heimatvereins Hünxe, und Schausteller Mike Bengel das Bierfass an – eine feuchte Angelegenheit für Kohlhase und alle Umstehenden.

Zum Auftakt der Honigkirmes gab es aber nicht nur Freibier, sondern in den ersten Minuten auch freie Fahrt auf den Karussells. Schon vor der offiziellen Eröffnung standen die Kinder und Jugendlichen Schlange, um bei der ersten Fahrt dabei zu sein. Für jedes Alter war etwas dabei: Vom Kinderkarussell über Autoscooter bis hin zum „Kesseltanz“ – ein Rondell mit Sitzbank, das sich im Kreis dreht und während der Fahrt gehörig an Tempo zulegt. Beim Dosenwerfen und Pferderennen warteten Stoff-Flamingos und kuschelige Plüschlamas auf neue Besitzer und beim Entenangeln herrschte Hochbetrieb.

Dort stehen gerade auch Heike Hardacker und Inga Gruppe in der Herbstsonne und warten auf ihre kleinen Angler. Die Honigkirmes gefällt ihnen gut und sie kommen jedes Jahr her, denn sie schätzen die schöne Atmosphäre. „Die Kinder freuen sich immer“, erzählen die beiden Frauen. Die Honigkirmes ist für sie ein Highlight, das einfach zu Hünxe gehört und es ist ihnen wichtig, dass die Kirmes erhalten bleibt, schließlich habe sie einen „anderen Charme als eine große Kirmes“ und sei nicht so kommerziell. „Die familiäre Atmosphäre ist das Besondere unserer Kirmes“, sagt auch Heinrich Rühl vom Heimatverein, „und wir wollen den dörflichen Charakter erhalten.“

Tatsächlich fügen sich die Fahrgeschäfte und Stände harmonisch ins Bild ein, schlängeln sich entlang der Dorstener Straße bis hin zum Rathaus- und zum Marktplatz. Traditionsgemäß machen auch viele Hünxer Vereine mit, etwa der Imkerverein mit verschiedenen Produkten aus Honig. Die Frauen der Siedlergemeinschaft backen Waffeln, deren Duft sich mit dem von Kräuterbonbons, gebrannten Mandeln und anderen Köstlichkeiten vermischt.

Spaß für Groß und Klein gibt es auf der Honigkirmes. Auch ein paar „Wölfe“ sind in diesem Jahr der Blickfang. Heute endet die Hünxer Honigkirmes. Foto: Creon

Wohin man auch schaut: Überall blickt man in gut gelaunte Gesichter, die entspannte Stimmung lädt zum Verweilen ein, viele Besucher stehen in kleinen Grüppchen zusammen und unterhalten sich. Die Honigkirmes ist ein Treffpunkt für Groß und Klein, ein Ort für die ganze Familie. Heute Abend endet der Rummel mit einem Höhenfeuerwerk.

(cor)
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