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Verwaltung Dinslaken zieht in das alte Sparkassengebäude

Dinslaken : Stadt zieht in das alte Sparkassengebäude

Rund 40 Mitarbeiter der Dinslakener Stadtverwaltung werden zu Beginn des kommenden Jahres vom Stadthaus in das Sparkassengebäude an der Friedrich-Ebert-Straße umziehen.

Seit der Fusion der Weseler Verspandssparkasse mit der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe zum 1. Januar 2016 hat die neu entstandene Niederrheinische Sparkasse Rhein Lippe (Nispa) ein Luxusproblem. Sie hat zwei große Verwaltungsgebäude, eines in Wesel an der Bismarckstraße und eines in Dinslaken an der Friedrich-Ebert-Straße. Für große Teile des Dinslakener Gebäudes, das noch wenige Jahre, bevor die Sparkasse Dinslaken in finanzielle Schieflage geriet, groß erweitert worden ist, hat das fusionierte Geldhaus allerdings keine Verwendung mehr. Einen Teil des Problems nimmt die Stadt Dinslaken der Nispa jetzt ab. Bereits im Juni hat der Liegenschaftsausschuss in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, 1290 Quadratmeter im ersten und zweiten Geschoss des Altbaus für zunächst zehn Jahre anzumieten.

Die Stadt begründet das mit „nicht unerheblicher Raumnot“ im Stadthaus an der Ecke von Wilhelm-Lantermann- und Friedrich-Ebert-Straße. Zurzeit sind im Stadthaus der Geschäftsbereich Jugend und Soziales sowie der Fachdienst Allgemeine Ordnung, Gewerbe, Verkehr untergebracht. Es sei, so Rathaussprecher Marcel Sturm, in diesem Gebäude nicht mehr möglich, weitere Mitarbeiter oder Auszubildende unterzubringen. Die Ausbildung aber werde gemäß Beschluss des Rates wesentlich intensiviert. Aktuell habe die Dinslakener Verwaltung im Jahr 30 bis 40 Auszubildende, in der jüngeren Vergangenheit seien es halb so viele gewesen. In den nächsten Jahren werde die Zahl weiter steigen. Die Hälfte der Verwaltungsbelegschaft werde in den nächsten gut zehn Jahren aus Altersgründen ausscheiden. Über den „Nachwuchs“ wolle die Stadt die planbare Fluktuation in der Verwaltung abdecken. Darüber hinaus stelle auch der Datenschutz gerade in Bereichen mit starkem Publikumsverkehr eine besondere Herausforderung an die Räumlichkeiten dar, die beachtet werden müsse, was im Stadthaus angesichts der dortigen Raumsituation nicht zu leisten wäre.

Sowohl im Geschäftsbereich Jugend und Soziales als auch im Fachdienst Schule und Sport würden räumliche Ressourcen benötigt. Diese könnten, dies habe eine eingehende Prüfung ergeben, nur geschaffen werde, wenn Verwaltungsdienste aus dem Stadthaus augelagert würden. In den übrigen Verwaltungsgebäuden stünden freie Raumkapazitäten nicht zur Verfügung. Daher werde der Fachdienst Allgemeine Ordnung, Gewerbe, Verkehr mit seinen rund 40 Mitarbeitern zu Beginn des kommenden Jahres in das Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße 31 bis 37 umziehen. Auch der Fachdienst Recht werde dann vom Rathaus mit in die neuen Räume umziehen, da auch im Rathaus noch Platz benötigt werde.

Wenn nach dem Umzug Kapazitäten im Stadthaus entstanden wären, werde der Fachdienst Schule und Sport mit seinen über zehn Mitarbeitenden vom City-Tower an der Hans-Böckler-Straße in das Stadthaus umziehen. Die Mietkosten für die Räume im City-Tower, in denen der Fachdienst Schule und Sport aktuell untergebracht sei, fielen dann nicht mehr an. Und auch der Integrationsrat werde aus seinen Räumen im Lohberger Ledigenheim ins Stadthaus umziehen.

Im Sparkassenaltbau sind dann allerdings immer noch weitere Räume ungenutzt. Die Nispa will, wie ihr Vorstandsvorsitzender Friedrich-Wilhelm Häfemeier gestern der Rheinischen Post sagte, den kompletten Altbau links vom alten Eingang zur Sparkasse fremd vermieten und sucht nach weiteren Lösungen für das Erdgeschoss und die zwei verbleibenden Geschosse. Konzepte seien in Arbeit. Geplant sei, dem Verwaltungsrat Ende des Jahres Vorschläge zu präsentieren.. Den Neubau und die alte Schalterhalle wird die Nispa weiter selbst nutzen, die Kundehalle komplett erneuern. Insgesamt plant sie für die Neugestaltung des Gebäudes Investitionen von deutlich über einer Million Euro. Wichtig, so Hefemeier, sei, dass der Standort aufgewertet werde und Lösungen gefunden würden, die zur Sparkasse und zur geplanten städtebaulichen Entwicklung passten. Häfemeier erinnerte daran, dass Dinslaken das Bahnhofsumfeld neu gestalten und die Achse Friedrich-Ebert-Straße vom Bahnhof zur Stadthalle hochwertig ausbauen will. Die Sparkasse werde darauf Wert legen, dass die Entwicklung ihres Gebäudes in diesen Rahmen passe. Deswegen werde auch die Altbaufassade umgestaltet.