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Dinslaken: Unsicherheit über die Zukunft von KeKiz

Dinslaken : Unsicherheit über die Zukunft von KeKiz

Stefan Zimkeit kämpft um ein Programm der alten Landesregierung. Der SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Oberhausen/Dinslaken bezeichnet es als einen schweren Fehler, dass CDU und FDP laut ihrem Koalitionsvertrag die Landesinitiative "Kein Kind zurücklassen" (KeKiz) einstellen möchte. Auch Dinslaken sei dabei und könne von den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren. Zimkeit wirft CDU und FDP vor, immer noch im "Wahlkampfmodus" zu stecken. Auch in vielen CDU-geführten Kommunen spiele "Kein Kind zurücklassen" eine unumstrittene Rolle in der lokalen Vorbeugungsarbeit. Zimkeit wirft der neuen Regierungskoalition vor, sich auf Kosten der Kinder profilieren zu wollen. Für Dinslaken befürchtet der SPD-Abgeordnete, dass "Kein Kind zurücklassen" bereits wieder abgewickelt werden muss, bevor es richtig begonnen hat. Das Projekt sollte in Dinslaken bis mindestens Ende 2018 gefördert werden mit der Option, um zwei weitere Jahre zu verlängern. "Formal gesichert ist die Förderung aber erst bis Ende 2017", erläutert Zimkeit. Es wäre Unsinn, das Programm nur für sechs Monate zu starten. "Deshalb erwarte ich von der neuen Landesregierung, zumindest die in Aussicht gestellt Zwei-Jahres-Förderung sicherzustellen. Und im Sinne der Kinder wäre es, das Programm mindestens vier Jahre laufen zu lassen, so wie es geplant war."

Auch die Stadt Dinslaken, so Sprecher Thomas Pieperhoff, hält eine Programmdurchführung, wie sie für KeKiz geplant ist, für unmöglich, wenn sie nur für sechs Monate erfolgen könnte, auch wenn die Stadt das Programm gerne fortführen wolle. Man werde deshalb Kontakt mit dem Ministerium suchen, um zu klären, wie die Dinge dort konkret gehandhabt werden sollen. Die Verwaltung werde die Politik auf dem Laufenden halten, sagte Pieperhoff. In Dinslaken ist Kekiz allerdings ohnehin nicht unumstritten gewesen. Der Jugendhilfeausschuss hatte sich mit Mehrheit dagegen ausgesprochen, dass Dinslaken an dem Programm teilnimmt, bevor sich eine Mehrheit im Rat dann doch anders entschloss.

(RP)