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Unsere Woche: Appell für den bewussteren Umgang mit dem eigenen Müll

Unsere Woche : Appell für bewussteren Umgang mit dem eigenen Müll

Die Bürgerinteressengemeinschaft Rheindörfer Götterswickerhamm, Löhnen, Spellen hat eine begrüßenswerte Aktion gestartet. Sie hat auf diese Problematik aufmerksam gemacht, verbunden mit der Bitte, den eigenen Müll doch mit nach Hause zu nehmen, wenn die aufgestellten Abfalleimer voll sind.

Es wird wahrscheinlich immer Menschen geben, die ihren Abfall, wenn sie unterwegs sind, einfach irgendwo hinschmeißen – und sei es direkt neben eine Mülltonne. Hauptsache sie sind ihn los. Am Rheindeich in Voerde war zu beobachten, dass Müll, teilweise in Tüten gepackt, gleich neben Abfallbehältern lag. Die Bürgerinteressengemeinschaft Rheindörfer Götterswickerhamm, Löhnen, Spellen hat deshalb eine begrüßenswerte Aktion gestartet. Sie hat auf diese Problematik aufmerksam gemacht, verbunden mit der Bitte, den eigenen Müll doch mit nach Hause zu nehmen, wenn die aufgestellten Abfalleimer voll sind. Nicht jeder Spaziergänger wird sich davon angesprochen fühlen, denn es gibt immer Unverbesserliche. Aber einige werden sicherlich nachdenklich und dann für sich entscheiden, dass sie zum Wohle der Umwelt die leere Getränkedose (zumeist ist da ja auch noch Pfand drauf) oder die Keks-Verpackung mit nach Hause nehmen und dort entsorgen. Wenn viele das machen, hilft das der Umwelt, denn dann fliegt weniger Müll herum. Wer sich das einmal bewusst gemacht hat, der denkt möglicherweise auch über seinen sonstigen Umgang mit dem eigenen Abfall nach und wird die ein oder andere Möglichkeit entdecken, wie er Abfall reduzieren oder sogar ganz vermeiden kann. Damit ist schon viel gewonnen.

Das DRK startet in Dinslaken ebenfalls eine lobenswerte Aktion, es verteilt demnächst regelmäßig einmal in der Woche Lebensmittel an besonders Bedürftige. Während mache Menschen so viele Nahrungsmittel kaufen können, dass diese alt werden, verderben und denn im Abfall landen, gibt es andere, die stehen manchmal vor einem leeren Kühlschrank. Ihnen fehlen schlicht die finanziellen Möglichkeiten, sich ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen. Hier will das DRK hilfreich einspringen und mit der Unterstützung durch die Aktion Mensch für etwas mehr Abwechslung auf dem Speiseplan bedürftiger Menschen sorgen.

Die Schokolade, die den Lebensmitteltüten beigelegt werden soll, ist als ein süßer Gruß an die Kinder zu verstehen, der zeigt, dass auch sie nicht vergessen werden. Wer eine solche Tüte in Empfang nehmen möchte, muss sich allerdings outen und seine Bedürftigkeit nachweisen. Ohne einen solchen Nachweis geht es wohl nicht, weil zu befürchten ist, dass sonst an den Ausgabetagen auch einige Menschen bei der DRK-Geschäftstelle auftauchen, die nicht wirkllich zu den Bedürftigen zählen, sondern zu denen, die bedenkenlos mitnehmen, was sie kriegen können.

Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende.

Ihre Meinung? Schreiben Sie eine E-mail an: heinz.schild@rheinische-post.de