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UBV in Dinslaken stellt sich gegen L4n und verlangt Bürgerbeteiligung

Die Wählergemeinschaft hat eine Sondersitzung beantragt : UBV stellt sich gegen L4n und will Bürgerbeteiligung

Die Unabhängige Bürgervertretung (UBV) in Dinslaken will, dass die Pläne für die neue Landstraße breiter diskutiert werden.

Die Unabhängige Bürgervertretung (UBV) stellt sich klar hinter das Anliegen der Dinslakener Initiative gegen die L4n. Diese will verhindern, dass die neue Landstraße durch das Naherholungsgebiet an den Tenderingsseen geplant wird – so, wie es im Entwurf für den Regionalplan steht. Auch die UBV plädiert für den Ausbau vorhandener Wege: „Wir sind der Meinung, dass der Schwarze Weg - Tenderingsweg dafür geeigneter wäre“, sagt der Fraktionsvorsitzende Heinz Brücker.

Er kritisiert zudem, dass Dinslakens Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme zum Regionalplan zunächst keine Bedenken zur L4n äußern will. Das sei „schon eine halbe Vorentscheidung“, kritisiert Heinz Brücker. „Ich sehe ein, dass der Dialogprozess noch läuft“, erklärt er. „Aber wenn ich jetzt schon sage, ich habe gegen die jetzige Straßenführung keine Bedenken, dann frage ich mich: Welche Chancen habe ich, das im Nachhinein noch zu ändern?“

Der Regionalverband Ruhr (RVR), der für den Regionalplan zuständig ist, erwartet die Stellungnahme der Stadt bis zum 1. März. Die UBV beantragt nun, dass zwei zuständige Ausschüsse des Stadtrates frühzeitig zu einer gemeinsamen Sondersitzung zusammenkommen: der ALiWi (Ausschuss für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung) und der PUGstA (Planungs-, Umweltschutz-, Grünflächen- und Stadtentwicklungsausschuss). Zum einen, damit die Politiker nicht in den regulären Sitzungen am 26. und 27. Februar „unter einem enormen Zeitdruck“ entscheiden müssten. Zum anderen, damit die Bürger die Chance hätten, „frühzeitig und umfangreich am Entscheidungsprozess teilnehmen zu können“.

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Generell hätte die UBV hätte sich eine sehr viel breitere und vor allem frühere Beteiligung der Öffentlichkeit gewünscht, betont Brücker.

Von Hünxer Bürgern kommt Gegenwind gegen die Bemühungen der Dinslakener. Auch an Tenderingsweg und Schwarzer Weg leben Anwohner, die nicht begeistert wären, wenn man die Strecke vor ihrer Haustür ausbaut. „Es wäre natürlich schön, wenn es eine Lösung gäbe, die beiden Seiten gerecht wird“, sagt Heinz Brücker dazu. Aber auf Dinslakener Seite wären viel mehr Menschen betroffen. Zudem würde die Natur beeinträchtigt. Man müsse über die Grenze hinaus schauen und fragen: „Wo sind die größeren Nachteile?“

(RP)