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Voerde: Tunnel für Schwanenstraße gefordert

Voerde : Tunnel für Schwanenstraße gefordert

Im Zuge des geplanten dreigleisigen Ausbaus der Betuwe-Linie in Voerde soll der Bahnübergang Schwanenstraße verschwinden. Dagegen machen Ratsherr Wolfgang Krieg und seine Mitstreiter Front. Sie sammeln nun Unterschriften für eine Untertunnelung.

Rund 4000 Menschen leben in dem Gebiet zwischen Bahnhof-, Schwanenstraße, Bahnlinie und B 8. Wenn der Bahnübergang an der Schwanenstraße geschlossen wird, wie es im Zuge des geplanten dreigleisigen Ausbaus der Betuwe-Linie vorgesehen ist, dann bedeutet dies aus Sicht von Wolfgang Krieg "einen gravierenden und nicht mehr umkehrbaren Eingriff in die Wohn- und Lebenssituation eines großen Teils der Voerder Bevölkerung — und das ist einfach nicht hinnehmbar".

Deshalb macht der SPD-Ratsherr sich dafür stark, dass die Schwanenstraße auch weiterhin durchgängig passierbar bleibt und fordert als realistische Kompromisslösung einen Tunnel, der für Pkw, Zweiradfahrer und Fußgänger befahrbar ist, nicht aber für Lkw und Busse.

Für eine Sammeleinwendung

Schon 2009 hatte Wolfgang Krieg sich vehement dafür eingesetzt, dass im Falle der Schließung des Bahnübergangs eine Straßenunterführung gebaut wird. Mehrheitlich wurde von der Voerder Politik ein entsprechender Beschluss gefasst. Voraussetzung: Die Kosten für das Bauwerk dürfen nicht an der Kommune hängen bleiben. Im laufenden Planfeststellungsverfahren für das Projekt der Deutschen Bahn sammeln Krieg, Dr. Karsten Grans, Willy Grans, Martin Mügge und Christian Hendel nun Unterschriften für eine Sammeleinwendung gegen die ersatzlose Schließung des Übergangs und für die Tunnellösung.

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Bis Anfang Dezember, wenn die Einwendungsfrist endet, wollen Krieg und seine Mitstreiter 1000 Unterschriften zusammen haben und sie dann an den Bürgermeister übergeben. Schilder, die auf die Aktion hinweisen, sind aufgestellt, Handzettel gedruckt. Die Thematik wird im nächsten Monat Planungsausschuss und Rat beschäftigen.

Die Schwanenstraße existiert seit 1835 und ist damit älter als die Bahnstrecke. Für Voerde ist die Straße nach Überzeugung von Wolfgang Krieg als Ost-West-Verbindung unverzichtbar. Denn für die Bewohner aus dem Bereich südlich der Bahnhofstraße und östlich der Bahnlinie würde im Falle der Schließung des Übergangs die Alexanderstraße der einzige Zugang ins Voerde Stadtgebiet sein. Zudem sieht der Sozialdemokrat die künftige städtebauliche Entwicklung in diesem Bereich, westlich der Bahn in südliche Richtung, stark beeinträchtigt.

Er weist darauf hin, dass nach Schließung von Otto-Willmann- und Pestalozzischule Eltern die Bahnhofstraße benutzen müssten, um dann ihre Kinder zum Schulzentrum Süd zu bringen. Martin Mügge vom Seniorenbeirat erinnert an die vielen gewachsenen sozialen Kontakte zwischen Bürgern diesseits und jenseits der Bahnstrecke, die durch die Schließung in die Brüche gehen könnten.

(RP/rl)