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Dinslaken: THG und Hochschule stärken Berufsberatung

Dinslaken : THG und Hochschule stärken Berufsberatung

Gymnasium und FOM haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben.

Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) will seine Schüler stärker für die verschiedenen Möglichkeiten sensibilisieren, die sich ihnen nach dem Abitur bieten. Deshalb werden an der Schule die Angebote der Berufsberatung ausgebaut: Das THG hat nun mit der FOM, einer privaten, staatlich anerkannten Hochschule, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und die Hochschule für die Durchführung von berufsvorbereitenden Angeboten gewinnen können.

"Es ist wichtig, dass wir das, was außerhalb der Schule passiert, weiter in den Blick nehmen", betont Schulleiter Thomas Nett. "Das geht aber nicht ohne Hilfe von außen." Zu schnell würde der Arbeitsmarkt sich wandeln, würden neue Berufsfelder entstehen und Studien- oder Ausbildungsmodelle, als dass man als Schule in jeden Bereich Einblick geben könnte. Die FOM, deren Studienzeitmodelle sich auch an Menschen richteten, die gleichzeitig eine Ausbildung machten (duales Studium) oder bereits berufstätig seien, sei deshalb ein idealer Partner. Die Hochschule könne auch als Multiplikator dienen, weil sie gut vernetzt sei mit Unternehmen aus der Region.

THG und FOM sind aber längst miteinander bekannt: Bei der regelmäßig stattfindenden Studien- und Berufemesse an dem Gymnasium ist die Hochschule immer mit einem Stand vertreten, auch ein Bewerbertraining, das das THG seinen Schülern kürzlich angeboten hat, wurde bereits mit Unterstützung der Hochschule durchgeführt. "Die Unterzeichnung ist einfach nochmal ein klares Signal, dass wir verstärkt ein Augenmerk auf die Berufsvorbereitung haben", erklärt Petra Schöneis, die als Koordinatorin für die Studien- und Berufswahlorientierung an der Schule gemeinsam mit ihrem Kollegen Tim Neuzerling den Kontakt zur Hochschule hält. Schöneis: "Wir wollten das jetzt offiziell festmachen und werden unsere Zusammenarbeit so definitiv noch intensivieren." Auch kommende Bewerbertrainings sollen mithilfe der FOM durchgeführt werden, ebenso wie das Angebot für die Schüler, ihre Bewerbungsmappen überprüfen zu lassen.

Die FOM erhält über die Kooperation mit dem THG mehr Möglichkeiten, Schüler über Modelle zu informieren, die von der klassischen Ausbildung oder dem klassischen Studium abweichen und kann zum Beispiel Überblicke geben über duale und berufsbegleitende Studiengänge. "Wir sind bei der FOM darauf bedacht, die Menschen so fit zu machen, dass sie nach der Ausbildung auch berufliche Erfahrung haben", sagt Prof. Dr. Gottfried Richenhagen. Ebenso könne man den Schülern durch die Kooperation weniger bekannte Berufsfelder aufzeigen. "In vielen Schulen fristet die Berufsberatung immer noch ein stiefmütterliches Dasein", sagt Richenhagen. "Wir sind froh, dass es am THG anders ist."

(akw)