Thema im Hauptausschuss am 5. September

Politik berät im Hauptausschuss : SPD macht sich für „bezahlbaren Wohnraum“ in Hünxe stark

SPD-Fraktion stellt Antrag auf Erstellung eines Handlungsleitfadens.

„Der Erhalt und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Gemeinde Hünxe ist ein Herzensthema. Wir wollen angemessenen Mietwohnraum für Menschen mit geringem bis mittlerem Einkommen“, begründet Horst Meyer, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, einen Antrag der Sozialdemokraten für die nächste Haupt- und Finanzausschusssitzung (5. September).

Die SPD will mit einem ganzheitlichen Wohnraumkonzept Möglichkeiten für den sozialen Wohnungsbau sowie die Schaffung neuen Baulands durch die Gemeindeverwaltung überprüfen lassen. „Immer mehr Bevölkerungsschichten, wie junge Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen, aber auch anerkannte Flüchtlinge, finden kaum noch bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnraum in der Gemeinde Hünxe“, sagt Meyer. „Da bei den meisten im Gemeindegebiet geförderten Wohnungen die Mietpreisbindungen auslaufen, zieht dies unweigerlich Mieterhöhungen nach sich.“

Zum Beispiel könne man für Flächen, auf denen Baurecht für Wohnbebauung geschaffen wird, einen verbindlichen Anteil von 20 Prozent mietreduziertem Wohnungsbau (bei Bauprojekten von mehr als fünf Wohneinheiten) festlegen. Auch könne durch die Änderung der Grundflächenzahl (GRZ) von 0,3 auf 0,4 in allen Bebauungsplänen im Innenbereich jungen Menschen die Möglichkeit geboten werden, durch Wohnungserweiterungen und Anbauten bei ihren Familien in der Gemeinde zu verbleiben.

Ferner sollen im Rahmen eines Wohnraumkonzepts folgende Punkte geprüft werden: Bauplätze für mehrgeschossige Mietwohnungen; Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser; Doppelhaushälften und Reihenhäuser; Einbeziehung von Außenbereichsflächen in ein beschleunigtes Verfahren; generationenübergreifende Wohnkonzepte und Neubaugebiete mit unterschiedlichen Wohnformen in den Ortsteilen; Bebauung von Baulücken und Hinterland; Einbeziehung von Städtebaufördermitteln; mögliche Kooperationsmodelle mit Wohnungsbaugesellschaften (insbesondere Wohnbau Dinslaken); Erwerb von Grundstücken oder von leerstehenden Gebäuden zur Schaffung von Mietwohnraum. Die für das öffentliche Leben in Hünxe wertvollen Flächen, etwa Sport- und Spielplätze, sollen davon unberührt bleiben.

Insellösungen und eine „kurzsichtige Sportplatzbebauung“ lösten das Problem nach SPD-Meinung nicht. So habe eine Anfrage von SPD und Grünen Ende 2017 ergeben, dass in Bruckhausen mehrere mögliche Entwicklungsflächen für neuen Wohnraum zur Verfügung stehen. Insgesamt könnten allein dort für die nächsten Jahre 163 Wohneinheiten in unterschiedlichen Wohnformen an den Standorten Danziger Platz, Lindenkamp, Brömmenkamp, Heinrich-Heine-Weg und Dinslakener Straße realisiert werden.