Voerde: Tarzan trifft Michael Jackson

Voerde: Tarzan trifft Michael Jackson

Bei der Show "Musicals in Concert" gab es in der Aula des Gymnasiums Voerde einiges zu hören und zu sehen. Neben dem König des Dschungels und dem "King of Pop" fand auch Elvis Presley seinen Weg auf die Musicalbühne.

In ein Leopardenfell gehüllt stößt Tarzan (Mark Polak) seinen charakteristischen Schrei aus. Da kommt seine Jane (Kristin Hölck) auf die Bühne und versucht mit einem Wörterbuch herauszufinden, was die tierischen Laute wohl bedeuten mögen, die der Dschungelbewohner von sich gibt. Dann fangen die beiden an zu singen und fesseln das Publikum mit ihrer Interpretation des Musical-Hits "You'll be in my heart".

Und das ist nur einer der großen Bühnenmomente, die das Publikum bei der Aufführung von "Musicals in Concert" erleben darf. So stehen beim Duett "Du allein" aus dem Musical "Starlight Express" mit Maria Jane Hyde (in der Rolle der Pearl) und Nivaldo Allves (als Rusty) zwei Gesangskünstler auf der Bühne, welche die entsprechenden Rollen bei der Originalproduktion in Bochum schon gesungen haben.

Die zwei Könige

Alle vier Akteure glänzen dabei nicht nur mit Stimmgewalt, sondern mit schauspielerischem Talent. So zaubert Nivaldo Allves bei seiner Interpretation des Michael-Jackson-Klassikers "Billy Jean" eine lupenreine Imitation des "King of Pop" auf die Bühne – Moonwalk, Glitzerhandschuh und Fedora inklusive. Dem möchte Kollege Mark Polak natürlich in nichts nachstehen und erhebt sich ebenfalls in den musikalischen Adel – allerdings als der "King of Rock 'n' Roll": Elvis Presley. Im weißen Einteiler mit hohem Kragen und typischer Elvis-Tolle geht der Amerikaner in dieser Rolle vollkommen auf und sieht dabei nicht nur aus wie der "King", sondern klingt auch fast genau so. So geht er dann zu "Love me tender" mit dem Damen im Publikum auf Tuchfühlung, um schließlich alle Zuschauer mit dem "Jailhouse Rock" zu zeigen, warum der König seinen Titel verdient hat.

Schließlich dürfen alle vier Akteure noch in typische Nonnentracht schlüpfen, denn es stehen Auszüge aus "Sister Act" auf dem Programm. Hier beweisen Mark Polak und Nivaldo Allves, dass sie ihre Stimmen in feminine Höhen schrauben können, ohne dabei lächerlich zu wirken. Auch das eine sehr gelungene Show-Einlage, bevor sich das Ensemble mit einer "Stomp"-Perfomance auf Mülltonnen, Blechdeckeln und Besenstielen trommelnd vom Publikum verabschiedet.

Heimspiel

Die Zuschauer spenden begeistert Applaus, und so lässt sich der Moderator und Initiator des Abends, Heinz-Peter Wölke, als Spellener bei seinem "Heimspiel" natürlich nicht lumpen. Klar, dass es da noch eine Zugabe gibt. Und zwar eine a-capella-Version des Liedes "Can you feel the love tonight" aus dem "König der Löwen". Ein letztes Mal Gänsehautstimmung an diesem Abend.

(RP)