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Streetfood-Festival in Hiesfeld

Hiesfeld : Verregneter Streetfood-Markt

Trucks, Händler, Musiker, Feuerwehr und Besucher trotzten dem Wetter.

Normalerweise locken Sonnenschein und eine tolle Atmosphäre scharenweise Besucher nach Hiesfeld, wenn im September verkaufsoffener Sonntag mit Rahmenprogramm ist. In diesem Jahr strömte vor allem eines: der Regen.

„Ich hätte auch gerne gewusst, wer den Wasserhahn aufgedreht hat“, sagte Apotheker Marc Kriesten, Vorsitzender der Hiesfelder Werbegemeinschaft, gestern Mittag. Am Samstag hatte sich die Werbegemeinschaft noch zu einer kurzen Krisensitzung getroffen und überlegt, ob sie den dritten Erntedank Food & Street Music Market am gestrigen Sonntag stattfinden lassen sollte oder nicht. Doch der Entschluss stand fest: Die Veranstaltung findet statt. Auch der Food Truck-Konvoi, die Aussteller und Musiker sind erschienen. Nur die BMX-Teststrecke der Aufsuchenden Jugendarbeit konnte nicht aufgebaut werden.

„Alle Beteiligten haben alles gegeben“, so Kriesten, „mehr ging nicht“. Jeder hätte noch einen Pavillon aus der Ecke geholt, um so viel wie möglich zu überdachen. „Das ist das erste Mal seit zwölf Jahren, dass wir so schlechtes Wetter haben“, berichtet Marc Kriesten. Ob die Veranstaltung wie geplant bis zum Ende dauern würde oder vielleicht vorher abgebrochen werden muss, konnte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft am Mittag noch nicht sagen. „Wir hoffen, dass sich die Hiesfelder ein Herz fassen und trotzdem kommen, wenigstens zum Mittagessen.“

Das taten einige Besucher auch – mit Regenschirm und Gummistiefeln trotzten sie dem Regen. Zwei alteingesessene Hiesfelder ließen sich vom Wetter nicht abschrecken. „Mit Schirm und entsprechender Kleidung geht das, aber es ist schade, die Atmosphäre fehlt.“ Trotzdem war es für die beiden keine Frage, dass sie zum Food & Street Music Market kommen. Die Laune lassen sich die beiden jedenfalls nicht verderben.Das tat auch die Feuerwehr nicht. Im Gerätehaus sitzt man bei Bratwürstchen und Kuchen zusammen, auf der Holtener Straße ist schon alles vorbereitet, denn im Rahmen des Brandschutztages wurde das neue Löschfahrzeug, das einen Tag zuvor in Betrieb genommen worden war, bei den Übungen der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Jahr hatten die Feuerwehrleute daher den Schwerpunkt ihrer Demonstrationen auf die technische Hilfeleistung gelegt, wie Löschzugführer Ulrich Borgmann erklärte.

Bei einer Übung zeigten die Feuerwehrleute, wie eine Person unter Einsatz von Hebekissen aus einem Auto befreit werden kann. Eine andere Übung simulierte einen Unfall, bei dem das Auto auf der Seite liegt. „Zunächst wird der Pkw standfest gemacht, um die Insassen anschließend erschütterungsfrei aus dem Auto retten zu können, erklärte Borgmann. Feuerwehr hautnah erleben – das geht auch bei Regen.

(cor)