Voerde: Straßenunterführung soll kommen

Voerde: Straßenunterführung soll kommen

Der Bahnübergang Schwanenstraße soll nicht geschlossen werden. Die Mitglieder des Planungsausschusses sprachen sich mehrheitlich dafür aus, die Querung zu erhalten und durch eine Straßenunterführung zu ersetzen, wenn die Kosten dafür nicht allein an der Kommune hängen bleiben.

Der Deutschen Bahn AG ist der Bahnübergang an der Schwanenstraße ein Dorn im Auge. Sie will ihn deshalb am liebsten schließen. Einige Anwohner dieses Bereiches teilen diese Ansicht, andere nicht. Ein politisches Votum über die Zukunft des Bahnübergangs war deshalb vom Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Voerde in dessen gestriger Sitzung gefordert, an der viele Zuhörer teilnahmen. Einige von ihnen meldeten sich in einer Sitzungsunterbrechung zu Wort, um ihre Positionen den Ausschussmitgliedern darzulegen. Auch die Politiker waren unterschiedlicher Ansicht, wenngleich deren Votum schließlich eindeutig mit neun zu sechs Stimmen gegen eine Schließung des Bahnübergangs ausfiel. Befürwortet wurde vielmehr die Schaffung einer Straßenunterführung, wenn denn die Stadt Voerde nicht allein die Kosten tragen muss. Denn die dafür anfallenden Millionen-Beträge könnte die Kommune niemals allein aufbringen.

Die Vertreter der SPD bekannten schon in der Diskussion Farbe und sprachen sich gegen eine ersatzlose Schließung des Bahnübergangs aus. Die Querung Schwanenstraße müsse als Ost-West-Verbindung erhalten bleiben, forderte der Sozialdemokrat Wolfgang Krieg vehement. Diese Ansicht vertrat auch Ulrich Neßbach (SPD), der davor warnte, mit einem Schließungsbeschluss der Bahn auch noch zuzuarbeiten. Er ließ keinen Zweifel daran, dass seine Fraktion daran festhalten werde, dass der bestehende Bahnübergang durch eine Straßenunterführung ersetzt werden soll. Der Bürgermeister müsse jedoch vorher mit Bahn, Land und Bund über die mögliche Kostenverteilung verhandeln. Allerdings wurde in den Beschluss eine Ausstiegsklausel aufgenommen, die besagt, dass die Kommune nicht an der geplanten Unterführung festhält, wenn sie deren Kosten allein tragen muss.

Gegen den SPD-Vorschlag sprach sich CDU-Fraktionschef Hans-Dieter Langenfurth aus. Hinsichtlich der möglichen Kostenverteilung gäbe es zu viele Unwägbarkeiten, befand der Christdemokrat. Angesichts der finanziellen Situation der Kommune sprach er sich für die Schließung des Bahnübergangs aus, alles andere sei nicht zu finanzieren. Er bewertete es als unredlich, den Eindruck zu erwecken, den Übergang erhalten zu wollen und die dafür notwendigen Gelder dann im Haushalt einzustellen. Täte man dies, sei der Etat platt. Lissy Füllgraf (Grüne) appellierte, nicht von vornherein zu verzagen und forderte dazu auf, den Kampf mit der Bahn aufzunehmen.

(RP)