Straßenschäden verderben Radlern den Spaß am Fahren

Radwege und Straßen in Dinslaken: Radler ärgert sich über Straßenschäden

Peter Psiuk vertritt die Ansicht, dass eine fahrradfreundliche Kommune mehr auf ihre Radwege achten sollte. Die Stadt Dinslaken will eine Straßenzustandserfassung in Auftrag geben. Erst danach sei systematische Bewertung möglich.

Über den teilweise schlechten Zustand der Radwege und Straßen in Dinslaken ärgert sich Peter Psiuk ständig aufs Neue. Er wohnt an der Elisabethstraße und hat damit eine der Straßen direkt vor der Haustüre, deren Zustand miserabel ist: Risse, Löcher, Rillen und Aufbrüche (die RP berichtete). Leider kein Einzelfall, wie der Dinslakener bedauernd feststellt. Weitere Straßen in der Nähe seiner Wohnung lassen ebenfalls zu wünschen übrig, wie Hünxer Straße, Krusen- und Stollenstraße. „Ich beobachte den Zerfall unserer Straßen und Radwege“, stellt Psiuk fest, der gerne Rad fährt. Den miserablen Zustand hat er mit Fotos dokumentiert. „Ich habe nur ein paar wenige Beispiele rausgesucht“, wie er berichtet „Man kann es endlos weiterführen.“

Nachvollziehen kann er, dass die Elisabethstraße momentan nicht grundsätzlich saniert werden soll. Denn deren Erneuerung soll, wie die Stadtverwaltung kürzlich auf RP-Anfrage erklärte, in Abhängigkeit vom Ausbau der Augustastraße erfolgen. „Aber will man die Elisabethstraße in diesem Zustand lassen? Zwei bis drei Jahre noch?“, fragt Psiuk.

Ein Loch im Asphalt der Hünxer Straße, Ecke Grabenstraße. Foto: Peter Psiuk

Ein Negativbeispiel ist für ihn die Hünxer Straße in Lohberg. Deren Fahrbahndecke sei für viel Geld mit Flüsterasphalt ausgebaut worden und sieht nicht danach aus. „Müssen denn wirklich erst riesige Löcher in den Fahrbahnen sein?“, fragt Peter Psiuk. Dabei ist er sich bewusst, dass nicht jede Straße im Stadtgebiet auch in die Zuständigkeit der Stadt Dinslaken fällt. Für die Hünxer Straße ist das Land zuständig.

Der Zustand der Stollenstraße, Ecke Lohbergstraße, ist nicht der beste. Foto: Peter Psiuk
  • Dinslaken : Elisabethstraße mit vielen Schäden

Kaputte Straßen und Radwege verderben den Radfahrern oft den Spaß am Radeln. Schlaglöcher sind nicht nur für Radler gefährlich, sie können für Fußgänger, die die Fahrbahn überqueren, zu einer Stolperfalle werden und für Autofahrer ein Ärgernis darstellen. Immer wieder sieht Psiuk, wie Radwege durch Pflanzen am Straßenrand überwuchert werden. Seiner Ansicht nach müsste in Dinslaken mehr geschehen, um Radwege und Straßen in Schuss zu halten. Auch sollte nach seiner Auffassung das Ordnungsamt darauf achten, dass Radwege nicht zugeparkt werden. Peter Psiuk würde sich wünschen, dass die städtischen Bediensten von sich aus ein wacheres Auge auf Fahrbahnen haben und Alarm schlagen, wenn eine Straße oder ein Radweg in einem miserablen Zustand ist. Städtische Bedienstete, beispielsweise vom DIN-Service, seien doch täglich auf den Straßen unterwegs und müssten „von sich aus erkennen, was marode und kaputt ist“. Als fahrradfreundliche Stadt sollte Dinslaken mehr auf Radwege und Straßen achten, meint Peter Psiuk.

Das Grün überwuchert den Radweg der Hünxer Straße. Foto: Peter Psiuk

„Der Zustand der Dinslakener Straßen ist uns sehr wichtig. Handeln ist gut, planvolles Handeln ist besser“, so Marcel Sturm, Pressesprecher der Stadt Dinslaken. Deswegen werde die Kommune zeitnah eine Straßenzustandserfassung durchführen lassen. Diese werde gut ein halbes Jahr dauern. Dabei werde ein Messwagen durch die Straßen fahren und deren Zustand genau erfassen. Erst danach sei eine systematische Bewertung wirklich möglich. Zusätzlich wurden und werden die städtischen Straßen jährlich durch Straßenbegeher kontrolliert. Festgestellte Schäden würden dokumentiert und bei dringendem Handlungsbedarf kurzfristig beseitigt. Kleinere Schäden würden, soweit möglich, ebenfalls behoben. Wenn Bürger oder Bürgerinnen Schäden meldeten, so Marcel Sturm weiter, werde der DIN-Service aktiv und schaue sich dann auch den angrenzenden Straßenbereich an oder halte bei Bedarf – wenn er der Auffassung sei, dass ein einfaches Ausbessern nicht helfe – Rücksprache mit dem städtischen Fachdienst Tiefbau.

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