Dinslaken: Stefanie Heinzmann: Verliebt in Dinslaken

Dinslaken: Stefanie Heinzmann: Verliebt in Dinslaken

Die Schweizer Pop- und Soulsängerin begeisterte ihr Publikum im Burgtheater und freute sich über die Atmosphäre beim Fantastival.

"Was macht ihr da oben? Kommt doch mal runter!" Stefanie Heinzmann steht vor der Bühne des Burgtheaters und blickt über die gefüllten Ränge des Burgtheaters hinweg. Oben stehen noch einige Zuschauer hinter den Sitzplätzen, und die Pop- und Soulsängerin aus der Schweiz versucht, ihr Publikum näher an die Bühne zu bekommen. Viele der Gäste folgen der Aufforderung der 24-Jährigen. Die freut sich: "Dinslaken – ich bin schon ganz schön verliebt in Euch!", ruft sie.

Es ist das Ende eines besonderen Konzertabends. Von der ersten Minute auf der Bühne an hat Stefanie Heinzmann das Publikum im Rund des Burgtheaters vollkommen im Griff. Schon beim zweiten Stück "Roots to grow" mit Reggae-Charakter und Urlaubsstimmung lässt die Sängerin die Zuschauer aufstehen und möchte von ihnen den "Reggae-Arm" (ein rhythmisches Heben und Senken eines Arms) sehen. Die Gäste im Burgtheater stehen auf und machen mit. "Ich finde, ihr macht das großartig", kommentiert Stefanie Heinzmann.

Doch nicht nur mit ihrer offenen und fröhlichen Art reißt die junge Sängerin ihr Publikum mit: Da wäre ja auch noch ihre Stimme. Und mit der kann sich die 24-Jährige eigentlich in jeder Musikrichtung heimisch fühlen. Bei ihrem Auftritt fehlt es jedenfalls nicht an Vielseitigkeit. Da wären natürlich ihre eigenen Stücke. Bei den poppig bis rockigen Chartserfolgen der Marke "My man is a mean man" oder "Diggin' in the dirt" können fast alle Zuschauer im Burgtheater mitklatschen und -singen.

  • Reportage Am Montag : Wie das Fantastival Dinslaken beglückt

Doch Stefanie Heinzmann hat wesentlich mehr zu bieten. So stimmt sie etwa das Lied "A long walk" der dreifachen Grammy-Gewinnerin Jill Scott an und zeigt, dass sie auch mit langsamen und gefühlvollen Stücken punkten kann. Und auch die Band der Sängerin, "The Fonky Fonks", können mit einigen musikalischen Spezialitäten aufwarten. Nicht nur, dass mit Martin Ziaja (alias Janusz Popolski) ein in Dinslaken wohlbekannter Bassist mit auf der Bühne steht. Dazu kommt auch noch ein Wallisisches Hackbrett, aus Stefanie Heinzmanns Schweizer Heimat, dem Kanton Wallis. Percussionist Ephraim Salzmann verzaubert mit dem besonderen Klang des Instruments die Zuschauer. Danach legt er bei Stefanie Heinzmanns Interpretation des Stücks "Too close" des britischen Songwriters Alex Clare noch ein Solo hin, das beim Publikum für Szenenapplaus sorgt.

Klar, dass die Zuschauer die Sängerin ungern gehen lassen wollen. Und auch Stefanie Heinzmann scheint der Abschied vom Dinslakener Publikum schwerzufallen. So gibt es noch einige Zugaben von der Sängerin und reichlich Jubel von den Fans, die zuvor auch schon die rockende Vorgruppe "Mottek" aus Oberhausen mit reichlich Applaus bedacht hatten.

(RP)
Mehr von RP ONLINE