Stefan Berger will die Nachfolge von Karl-Heinz Florenz antreten

Wahlkampfauftakt in Dinslaken : CDU mit Stefan Berger in die Europawahl

Bei der CDU-Auftaktveranstaltung zur Europawahl im Mai präsentierte sich der Kandidat aus Viersen der Basis. Er will die Nachfolge von Karl-Heinz Florenz antreten.

In den vergangenen Tagen hat Stefan Berger für Schlagzeilen gesorgt. Hat er sich doch im CDU-Landesvorstand bei der Besetzung der Landesliste für die Europawahl am 26. Mai gegen Elmar Brok durchgesetzt. Der Viersener, der für die CDU seit Jahren im Landtag vertreten ist, tritt die Nachfolge von Karl-Heinz Florenz an. Der langjährige Abgeordnete aus Neukirchen-Vluyn kandidiert nicht mehr. Am Donnerstag präsentierte sich Berger bei einer gemeinsamen Veranstaltung der CDU Dinslaken und Voerde.

Mit der Veranstaltung in der Gaststätte „König am Altmarkt“ ist die CDU in den Wahlkampf zur Europawahl im Mai gestartet. Bevor sich Berger vorstellte, erinnerte Bernd Altmeppen an die wichtigsten Erfolge der Europäischen Union. Sie habe den Menschen 70 Jahre Frieden beschert. Das habe es vorher so nicht gegeben. „Wir brauchen die EU“, betonte der Chef der Voerder CDU. Wer das negiere, sei dumm, fügte er hinzu. Und die Wahl am 26. Mai sei von enormer Wichtigkeit. „Sorgen wir dafür, dass die Ewiggestrigen keine Chancen haben.“

Berger, dessen Fundament die Kommunalpolitik ist, betonte, dass der Bedarf an internationalen Kooperationen noch nie so groß war wie heute. Um gegenüber Amerika oder China eine Rolle spielen zu können, um wahrgenommen zu werden, müssten die europäischen Staaten gemeinsam auftreten. Einige sagen, die EU sei träge, sei schwerfällig, aber ohne diese Vereinigung sei kein Wohlstand zu schmieden. Er wolle sich als Abgeordneter für ein schnelleres, für ein besser funktionierendes Europa einsetzen.

Berger möchte gerne dorthin, wo Michael Gahler seit 1999 ist: ins Europaparlament. Der Hesse berichtete am Donnerstag über den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU, über den Schutz der Außengrenzen und über den Kampf gegen den Terrorismus. Beim letztgenannten Thema fehle ein Austausch von Daten. Nach verübten Anschlägen komme heraus, was einzelne Behörden über den oder die Attentäter gewusst haben, aber es den anderen nicht mitgeteilt haben. Rechtlich müsse da nachgerüstet werden, so Gahler. Manche Sachen seien auf die lange Bank geschoben worden. Auch er warnte davor, den Populisten das Feld zu überlassen. Sie würden Angst verbreiten, aber keine Lösungen von Problemen präsentieren.

(mt)
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